Dissimulation - Aus den tiefen Wälder Norwegens (Interview, 2005)

Aus den tiefen Wälder Norwegens hat uns der Meister von Dissimulation auf unsere Fragen per Brief geantwortet. Zurzeit haust der gebürtige Litauer dort in einer kleinen Blockhütte in den Bergen. In primitivsten Verhältnissen hält Stabmeldys es ohne Elektrizität und Netzzugang aus und geniesst die wilde Natur. Und nebenbei hat er uns ein paar Fragen beantwortet...

Es kommt nicht oft vor, dass wir Veröffentlichungen aus Litauen besprechen, kannst du uns deine Band etwas näher bringen?

Stabmeldys: Dissimulation ist eine pur Antichristliche Black 'n' Thrash Explosion aus dem letzten paganistischen Land in Europa. Es ist eine höllische Dosis Hass, die gegen die dogmatische christliche Propaganda gerichtet ist.

Wie sieht es in deinem Heimatland aus, gibt es dort so etwas wie eine Metalszene?

Stabmeldys: Ja, so etwas gibt es. Aber sie ist bedauerlicherweise nicht so gross und aktiv in Litauen, wie beispielsweise in England, Schweden oder Norwegen. Meistens wird Nu Metal oder Pagan Black Metal gespielt, jedoch gibt es nicht viele herausragende Bands wie beispielsweise Skyforger aus Lettland. Zahlreiche Untergrundbands brechen auseinander, formen sich wieder, ändern ihre Namen und so weiter. Aber von richtigen, stabilen und motivierten Bands kann man nur bei Dissimulation, Obtest und Nahash sprechen, da mich nicht um Nu Metal oder Müll wie diesen kümmere.

Eure Musik ist eine Kombination aus traditionellem Thrash und Black Metal. Welche Bands hörst du dir an, welches sind deine Einflüsse?

Stabmeldys: Ich denke, man kann die Einflüsse sehr gut selber heraushören, doch es gibt einige Bands, die ich mir schon immer angehört habe: Morbid Angel, Nocturnus, Deicide, Destruction, Kreator, Sodom, Darkthrone, Immortal, Emperor, Satyricon, Accept, Mercyful Fate, Judas Priest, Motörhead, Bathory, Venom und so weiter...

Deine Melodien sind ziemlich auffallend. Sie tönen fast etwas Folk-beeinflusst. Ist lithauische Volksmusik etwas, das dich bei deiner Musik beeinflusst oder liege ich da falsch?

Stabmeldys: Wir haben nie bewusst versucht Volksmusik einfliessen zu lassen. Aber ich finde es grossartig, dass du unsere Musik als Folk-beeinflusst betrachtest. Wir schämen uns unserer Traditionen nicht, es ist ein Teil unserer Geschichte und unseres Alltags, darum sind wir auch etwas stolz darauf. Dennoch sind Volksmusik-Melodien nicht derjenige Aspekt, den wir betonen wollten. Vielmehr sind es die Dynamiken und die Rhythmen, die blasphemischen Litaneien des Bösen, die kranke Art des Gitarrenriffings von Nekrofagas und die antichristliche Botschaft, die die Essenz von Dissimulation ausmachen.Folk-Melodien sind dabei eher ein kleines Accessoir. Wir haben sie höchst wahrscheinlich unbewusst einfliessen lassen.

Wie die meisten unserer Leser kann ich eure Texte nicht verstehen. Könntest du uns erklären, worum sie sich drehen?

Stabmeldys: Die meisten Texte handeln von der versklavenden Philosophie der christlichen Führer: Erniedrigung, Einbildung und Heuchlerei.

Hast du Pläne für eine Tour oder Einzelkonzerte in Zentraleuropa? Was werden eure nächsten Schritte sein, die ihr mit der Band machen wollt?

Stabmeldys: Natürlich! Wir würden uns sehr freuen, einige bestialische Auftritte zu bestreiten und unsere Flüche in Zentraleuropa zu verbreiten. Des weiteren sind wir daran, neue Stücke zu schreiben und Alben zu veröffentlichen, denn dies ist unser ideologischer Krieg, das ist unsere Art zu leben. Wir könnten sonst nicht existieren.

Die letzten Worte des Interviews sind die deinen!

... Sieh dir den Körper des Kruzifix an, er ist ein Symbol für Unvermögen, masochistische Lehren strömen aus seinen spröden Lippen, was für eine Freude für die Masse der Deppen.


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