One Man Army And The Undead Quartet - Gute Zeit für Musik (Interview, 2005)

Es war in letzter Zeit ruhig geworden um Johan Lindstrand, seines Zeichens Frontmann der leider aufgelösten The Crown. Doch der Mann war nach nur dreimonatiger Pause schon wieder damit beschäftigt eine neue Band auf die Beine zu stellen. Dass dies gelungen ist kann ab 13.01.2006 auf "21st Century Killing Machine", dem Debüt der One Man Army And The Undead Quartet, nachgeprüft werden. Vor der anstehenden Tour stellte sich die One Man Army noch schnell dem Fragenkatalog.

Gratulation, "21 st Century Killing Machine" hat im Schwermetall.ch-Soundcheck die Höchstpunktzahl abgeräumt. Sind alle bisher erhaltenen Reviews ähnlich positiv oder gab es schon kritische Stimmen, die die Platte nicht mögen?

Johan Lindstrand: Danke für die Bewertung. Nun, die Mehrheit der Reviews war gut. Es waren erst ein, zwei schlecht Kritiken dabei. Eine davon war richtig lausig, was aber daran lag, dass der Verfasser nichts mit der Musik anfangen konnte. Ich hoffe, dass noch mehr gute Kritiken folgen werden.

Der Name, "One Man Army And The Undead Quartet", klingt ziemlich cool, ist aber auch sehr ungewöhnlich. Wie bist du auf den Namen gekommen? Gab es etwas, das dich inspiriert hat die Band so zu benennen?

J. L.: Der Name ist inspiriert durch die Bands der 60er Jahre. Dort wurde auch der Frontmann gesondert genannt und dann kam der Rest der Band unter einer anderen Bezeichnung dazu. Der Name kam mir schon 2004 in den Sinn. Ich dachte dabei an mich als One Man Army. Eine weitere Inspiration waren auch die Rambo-Filme, hrhr.
Damals war ich auch noch nicht sicher, ob ich wieder eine Band an den Start bringen würde. Aber als das Demo gut geworden war, war die Entscheidung getroffen wieder mit einer neuen Band zu beginnen.

Seit The Crown sich vor zwei Jahren auflösten ist dies das erste musikalische Lebenszeichen von dir. War diese Zeitspanne notwendig bevor du eine neue Band aufziehen wolltest, etwa um Vergleiche mit The Crown zu vermeiden?

J. L.: Ach, die Pause war eigentlich gar nicht so lang, nur drei Monate. Ich war damals frustriert weil ich meinen Job aufgegeben hatte um wieder bei The Crown einzusteigen. Kurze Zeit später war die Band aufgelöst. So gesehen ist die neue Band auch eine Art Therapie für mich um den Ärger zu kanalisieren. Es ist eine gute Zeit, Musik zu schreiben, wenn du wütend bist. Ich möchte aber klarstellen das ich nicht sauer auf die anderen Mitglieder von The Crown bin. Der Ärger bezog sich auf die Situation und war gut um die Musik zu schreiben.

Bemerkenswert ist die Rock´n Roll Atmosphäre auf dem Album. War es ein bewusster Schritt diese Stimmung einzufangen oder war es ein unbewusster Prozess, der den Songs dieses Feeling gab?

J. L.: Das war eigentlich keine Absicht. Ich wollte nur die Blastbeat-Sache vermeiden. Nach sechs Jahren mit The Crown war es einfach genug mit den Blastbeats. Es ging mir darum, mehr Midtempo-Stoff zu haben, in der Art von Metallica und Judas Priest. Es soll einfach mehr Heavy Metal mit Death Metal Vocals sein. Letztlich ist es die Musik die aus meinem Herzen kommt.

Der Song "So Grim, So True, So Real" charakterisiert das Album perfekt. Was ist der Hintergrund des Stückes? Für mich klingt der Titel wie eine Richtlinie zur Qualitätssicherung im Extrem Metal.

J. L.: (lacht) Das ist witzig. Jeder mag diesen Song besonders, beispielsweise auch die Leute von Nuclear Blast. Deshalb wollten sie auch, dass wir ein Video zu diesem Song drehen. Das Stück ist darüber, wie Gott die Menschheit kontrolliert. Die Idee dazu hatte ich schon vor einem halben Jahr. Und diese simple Idee wurde dann eben zu diesem Stück.

Du hast gerade ein Video zu "So Grim, So True, So Real" erwähnt.

J. L.: Ja, es ist auf unserer Homepage ( www.onemanarmy.tv – Anmerk. des Verfassers) zum Download verfügbar. Dieselben Typen, die auch das neue Gorefest-Video gedreht haben, haben es für uns gedreht. Es ist ein intensives Video geworden, welches perfekt den Song wiederspiegelt. Es spielt auf einer kleinen Bühne und hat keine Hintergrundstory. Übrigens ist der Clip auch auf der RockHard-DVD vertreten.

Was verbirgt sich denn nun "Behind The Church"?

J. L.: Der Text handelt von der Omen-Trilogie, von den Horrorfilmen. Es ist der einzige Titel auf dem Album, der sich damit befasst. "Behind The Church" ist einfach meine Version der Omen-Story, einfach ein cooler Song, hrhr.

Die erste Zeit des nächsten Jahres wird die Band mit Children Of Bodom und Ektomorph auf Tour sein um "21st Century Killing Machine" zu promoten. Welche Erwartungen habt ihr an die Tour?

J. L.: Wir haben hohe Erwartungen an die Tour. Das Ganze ist eine grosse Sache und es werden viele Leute da sein. Wir haben in diesem einen Jahr viel geschafft. Wir haben die CD rausgebracht und jetzt kommt die grosse Tour. Ich bin voller guter Erwartungen an die Tour.

In ein paar Tagen wird 2005 schon wieder Geschichte sein. Sind dieses Jahr Alben erschienen, die du magst oder waren eher Enttäuschungen dabei? Oder hörst du nicht allzu viele neue Alben?

J. L.: Ach weisst du, ich höre verschiedene Sachen. Beispielsweise Elvis oder Johnny Cash. Aber auch die Klassiker wie Slayer oder Morbid Angel. In diesem Jahr gefallen hat mir die Neue von Clawfinger. Leider bin ich mit dem alten Material nicht so vertraut, aber die Neue ist wirklich gut. Darüber hinaus ist das neue Death Angel Album auch recht gut. Was Enttäuschungen angeht, ich habe dieses Jahr eine richtig lausige Band gehört, kann mich aber schon nicht mehr an den Namen erinnern. All zuviel Musik höre ich dann doch nicht.

Was machst du eigentlich so, wenn du nicht Musik aufnimmst oder Konzerte gibst?

J. L.: Ich sehe mir sehr viele Spielfilme an, zum Beispiel Horrorfilme. Sehr viel Zeit verbringe ich auch mit meinem Hund, einem deutschen Schäferhund. Mit ihm gehe ich viel in den Wäldern spazieren. Ich mag es sehr gerne in den Wäldern zu spazieren und dabei zu entspannen.

Danke für die Antworten. Wie immer gehören die letzten Worte des Interviews dem Interviewten.

J. L.: Danke für das Interview. Besucht unsere Homepage, ladet euch das Video runter und hört euch das Album an, das im Januar auf den Markt kommt.


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Ravager

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