Todesstahl im deutschsprachigen Raum - Todesstahl - einfach Death Metal auf Deutsch? (Special Hauptbericht, 2006)

Bei uns wird zu viel über den Teich geschaut, soviel ist klar. Deshalb haben wir für euch ein Todesstahl Special arrangiert. Die interessantesten Untergrund-Todestruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz warten darauf, von euch entdeckt zu werden. In unseren Special gibt es neben einer fetten Todesstahl-Verlosung, Befragungen mit folgenden Truppen:

  • Bloodstained Coffin (Deutschland)
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  • My Darkest Hate (Deutschland)
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  • Path Of Golconda (Deutschland)
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  • Punish (Schweiz)
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  • Requiem (Schweiz)
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  • Amok (Schweiz)
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  • weitere folgen!
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    Death, Morbid Angel, Obituray: Death Metal musste von Beginn weg aus Tampa, Florida oder aber aus New York und Maryland stammen (Suffocation, Cannibal Corpse, Malevolent Creation, Dying Fetus), um die metalaffine Weltöffentlichkeit an sich zu ziehen. Doch auch der andere grosse anglikanische Exponent hatte mit Napalm Death und Bolt Thrower einige prominente Exponate zu verzeichnen, die allerdings von einer anderen Richtung her kamen. Grindcore entstand parallel zum Death Metal aus der Punk-Ecke. Als kontinentaler Gegenpol zur Tendenz der Progressivität und starker Technikorientierung, erwachte Stockholm mit einer Reihe primitiveren und geradlinigeren Death Metal Formationen. Unleashed, Dismember, Nihilist/Entombed und Grave sind die bekanntesten der Ende 80er entstandenen Truppen aus dieser Ecke. Ein Weilchen später verlagerte sich die schwedische Szene vermehrt nach Göteborg. Mit At the Gates, Dark Tranquillity und In Flames war New Wave Of Swedish Death Metal geboren. Mehr Melodie und mehrstimmig gezupfte Soli sind auch heute noch das Markenzeichen des Melodic Death Metal.

    In dieser Zeit hatte der deutschsprachige Raum nur bedingt Einfluss im Weltzirkus des Death Metal. Wer von deutschem Todesstahl redete, dachte noch eher an die metallverarbeitete Industrie, als an Musik. Bei überblickenden Death Metal Historien trifft man bestenfalls auf Celtic Frost, Fearer, Fleshcrawl und Destruction, als Bands aus dem deutschsprachigen Raum, die Erwähnung finden. Wer weiter recherchiert trifft auf Necrophagist, Morgoth, Purgatory, Pungent Stench, Disastrous Murmur, Infecdead, Obscenity, Burden of Grief, Harmony Dies, Sinners Bleed, Disbelief, Soul Demise. Doch wirklich viele bekannte Truppen sind das nicht. Liegt dies daran, dass im deutschsprachigen Raum kein wirklich guter Todesstahl besteht? Wir meinen nein. Vielmehr ist ein altes Sprichwort in Vergessenheit geraten: "Warum weit suchen, wenn das Gute so nahe liegt?". Der geneigte Hörer schaut ganz einfach zu oft über den Teich - sei es nun der Atlantik oder die Nordsee. In den letzten Jahren hat sich nämlich im Untergrund vieles getan und bei vielen Bands fehlt ganz einfach noch die Plattform, ein bisschen Promo und die verdiente Aufmerksamkeit. Zwar lässt sich nicht sagen, dass sich ein Stil entwickelt hat, an dem deutsche, österreichische oder schweizer Truppen sofort zu erkennen sind, doch es gibt es genug Exponenten, die nur noch darauf warten, entdeckt zu werden.

    Genau hier setzen wir mit unserem Todesstahlspezial an: Wir haben für euch die interessantesten, aufstrebenden Bands aus Deutschland, Östereich und der Schweiz zusammengesucht und sie für euch unter die Lupe genommen.


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