Mountains Of Death 2007 - 17.08.2007-18.08.2007: Anreise, Panik auf der Titanik und böse Drachen (Livebericht, 2007)

Freitag, 17.08.2007:

Bloody Butchery
Eternal Bleeding
Embalming Theatre
Goryptic
Jig-Ai
Degrade
Severe Torture
Immolation
Blockheads

Geiles Wetter herrschte an diesem besagten Freitag. Ich war mit Begleitung gegen 16.00 zugegen und verpasste die ersten beiden Bands. Mir wurde jedoch berichtet, dass sich die Schweizer Metaller mal wieder mehr "ver"spielten als "ge"spielt haben, das übliche halt. (Sie haben bestimmt weniger Fehler gespielt, als du hier drin hattest, Amn. d. Lektorats)

Autoparkplatz mit Ultra VIP-Ticket (danke André) gefunden, Zeltplatz ergattert, Zelt aufgestellt, Bier abgestellt, George erledigt.

Embalming Theatre war nun eine sehr amüsante Band, wenn man die ganze Sache mit zwei Promille betrachtet hätte (was einige bereits taten). Leider war es mir nicht vergönnt, in diesem Moment bereits eine höhere Sphäre erreicht zu haben. In lustigen Kostümen waren die Herrschaften unterwegs, Gitarrist mit BH bekleidet. Das war’s. Spieltechnisch sehr schlecht. Was daran lustig oder abartig sein soll, bleibt mir wohl auf ewig verschlossen. Kategorie: Abfall.

Goryptic war dann ein erster Lichtblick. Spielerisch besser, Showtechnisch schlecht, machten sie das Beste draus. Die "das Schwein wird soeben abgestochen"-Vocals waren gar nicht mal so übel. Kategorie: mal wieder richtig gegrunzt heute.

Jig-Ai waren nicht nach meinem Geschmack. Eine unglaubliche spieltechnische Freude legten diese jungen Herren aus der Tschechei an den Tag, leider war der Sound hundsmiserabel, wofür Jig-Ai ja nicht belangt werden können (böööööser Spiga ;)).

Bei Degrade gingen die Leute dann richtig mit! Der Gitarrist war der Oberhammer an der Gitarre. Ein richtiger Koloss, unglaublich tightes Spiel, eine wahre Freude. Songtechnisches Mittelmass.

In der Brutaldeath Oberliga spielte SeverTorture auf, welche gegen 22.00 Uhr die Bühne enterten. Am Schluss gab’s noch eine Zugabe für den Headliner Immolation, ganz nett, kollegial, freundschaftlich; der kleine CG Jung in mir bescheinigt der Band einen Penisneid-Syndrom (falls der Penis Immolation wäre... ähm ja... nächste Woche gibt’s mal Zwangstherapie für den George).

Immolation waren nun wirklich göttlich. Der Drummer war ultratight an seinen Pauken, die Noten punktgenau gespielt, der Sound amtlich. Eindeutig musikalisch, sowie spieltechnisch die beste Band dieses Abends. Die Leute gingen super ab und keiner wurde getötet. Somit konnte ich leider keinen Schädel oder etwas ähnliches vom Mountains mitbringen, was mich immer noch deprimiert (ja, die Behandlung fängt nächste Woche an). Der Sänger hatte Haare... woahh... viele Haare... lange Haare... bis über den Arsch. Kategorie: primär Frisösen und Oldschool Metaller als Groupies.

Bei Blockheads war ich leider zu voll um noch zu erkennen, dass es sich um eine Band handelt, welche da fröhlich musizierte. Ich habe mir sagen lassen, dass Bier die bessere Wahl war als Blockheads. Deshalb hier ein schönes Bild.

Samstag, 18.08.2007:

Miasma 
Crepitation
Amagortis
Ingested
Defeated Sanity
Avulsed
Gorgasm
Dying Fetus
Malignant Tumour

Ha! üBERLEBT! Ich bin also tatsächlich in meinem Zelt wieder erwacht und war erstaunt, wie schön die Landschaft war, wie gut ich gepennt habe und kein Kopfweh hatte. Muss an der tollen Luft in diesem schönen Uriland liegen.

Die Suche nach Kaffe führte mich an die Bar. Unterwegs stellte sich mir ein böser Drachen (blaue Uniform, Kappe und Schlagstock) in den Weg, da ich meinen VIP Pass im Zelt vergessen hatte. Ich erlegte diesen Drachen sorgfältig mit meiner Gesprächigkeit (wenn schon, denn schon richtig) und überlebte auch diesen Angriff zu urgeschichtlichen Früh-weck-mich-NICHT-DU-SAU-Stunde.

Kaffe habe ich bekommen, Kuchen auch (keine Gipfeli, ein echtes Desaster). DIESES FESTIVAL gehört BOYKOTIERT!

Meine Wenigkeit begab sich in das Dorf (Muotathal) und organisierte Food und Drinks. Ausserdem war ich dank Swisscom-Mobilekit dauernd drahtlos mit dem bösen WWW verbunden, wo ich sehr schön meine Mails checken konnte. Nächstes Jahr gibt’s einen George-WWW-Stand am MOD. Auf jeden Fall waren viele Leute froh, auch in der abgelegenen Natur noch Kontakt mit der elektronischen Aussenwelt zu halten, wer hat heute noch reale Freunde?

Ja, Miasma habe ich verpasst. Ebenso Creptiation. Ich entschuldige mich hierfür und ernenne Partyanimal George zum fiesesten Press-Pass ergatterter des Festivals. Ich hab mir aber wirklich Mühe gegeben ;) Die Fotos entstanden übrigens auf einer "Fisherprice"-Digicam (gestiftet von Evelyne, danke Eve!), was zu vielen Fehlschüssen und apokalyptischer Dunkelheit auf so manchem LCD-Shot führte.

Amagortis war spieltechnisch auch nicht wirklich auf der Höhe (waren wohl auch am Freitag angereist). Lustig lustig, wie sie abgebangt haben auf der Bühne, Stagediving inklusive. Kategorie: irgendwann wird alles besser.

Ingested waren ziemlich amüsant, wenigstens ihre Begleitung. Zwei britische Rasta-Groupies, welche sich schon seit Freitag rumtrieben, standen die ganze Zeit auf der Bühne und bangten. Naja, für Britinnen nett anzusehen, ansonsten eher peinlich. Der Sound war dafür sehr geil. Brutaldeath, eindimensional, aber auf den Punkt geholzt. Hat mir gefallen. Der Drummer war sehr flink auf der Snare, was irgendwie nicht zur Mucke gepasst hat. Guckst du Bild: war sehr voll da vorne.

Bei Defeathed Sanity kam die Elite des Brutal-Altersheims zum Zug. Die Bewegungen auf der Bühne erinnerte, wie Frau Arlette Huguenin richtig bemerkte, an Mohi von Necrophagist, also 0-Bewegung, dafür sehr abstrakt. Nicht meine Mucke, aber nett anzuhören. Kategorie: Brutal-Altersheim Solidworks. Auch hier ein künstlerisch wertvolles Bild.

Bei Avulsed versuchte ich verzweifelt der Analen-Orgie zu fröhnen, verzweifelt darum, weil nix frei war und Wald-Shitting ist nix für mich. Ich habe nicht mehr viel von Avulsed gesehen, aber der Moshpit vor der Bühne war an diesem Abend eindeutig am grössten.

Dann waren Gorgasm an der Reihe. Sowas Verrecktes am Bass habe ich schon lange nicht mehr gehört. Der Typ war abartig schnell, spielte mit Fingern, wirklich toll. Leider super undifferenzierter Sound, trotzdem rockte der Gorgasm-Train richtig los. Hat mich weggehauen und ich hab gebangt (fühl mich sonst zu alt...). Kategorie: Sehr Geil, für mich eine der besten Bands!

Dying Fetus waren der OBERBöRNER. Die Gitarrenarbeit wie immer erstklassig, der Herr am Drum eine Maschine (wer war noch mal Lombardo?) und das Songwriting sehr gut. Ein weiterer Pluspunkt war die überdurchschnittliche Verwendung des Wortes Fuck. Ich wusste nicht, dass die amerikanische Sprache dies überhaupt zulässt. Immerhin, gespielt war der ganze Set Killer, es wurde gebangt wie Sau auf der Bühne. Wirklich fantastisch. Das Bild war eine künstlerische Meisterleistung. Das Rote ist Dying Fetus, nachher war die Batterie leer.

Den Tumor hab ich weggelassen, da ich diese auf Scheibe gehört und als schlecht befunden hab. Ich bin dann mit Sack und Pack nach Hause gefahren, ein gutes Stück reicher an schöner Landschaft, geilen Bands, eines sehr gut organisierten Festivals und eines erlegten Drachen.

Nächstes Jahr MOD, gibt’s wohl wider für den George.

Ich empfehle euch allen, NICHT dahinzugehen, weil ich sonst bestimmt keinen Zeltplatz mehr finde. Ausserdem passen nicht so viele Leute aufs Gelände. Also BLEIBT gefälligst ZUHAUSE! ;)

Links: Andreas (Knowhere), Rechts: Nick (censored)


Links: Schwermetaller (ich hab Titten, fuck), rechts: ein geliebtes Forumsmitglied, welches unerkannt bleiben will.


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