Black Metal und Death Metal Magazin
Black Metal und Death Metal

Tribes of Can - Essence of Fire (2018)

Tribes of CanStil: Black / Death Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 11/13



Kaum zu glauben, dass mehr als eine Dekade verstrichen ist, seit die Canesen sich das letzte Mal mit einer neuen Rille zu Wort gemeldet haben. Bis auf ein paar rare Auftritte herrschte komplette Funkstille in Zürich. Ein wenig stabiles Line-up und andere Lebensprioritäten verursachten das Abebben der Kreativitätswelle nach "Retaliation". Die Sorgen waren dann auch gross als das neuste Werk angekündigt wurde. Haben es die Jungs noch drauf? Was ist in den 11 Jahren mit Ihrer Musik passiert? Wie machen sich die neuen Kollegen Woj und Matt erstmals auf einem Tribes of Can Silberling?

Um es vorweg zu nehmen: Die Mannen haben es noch drauf. Ihre Klänge haben sich höchst nachvollziehbar verändert. Die ganz grosse Stilüberraschung bleibt aus. Weiterhin bewegt uns der Vierer mit einer Melange aus Schwarzmetall und Death Metal. Etwas verkleinert hat sich allerdings der Anteil der zweiten Stilrichtung. So sind zwar Todesgrunzen und schleppende Passagen mit melodischen Klängen im Schleier von Dissection oder Death auch Bestandteile von "Essence of Fire". Doch die Komplexität, die Durchschlagskraft und die aggressiven Black Metal Sequenzen sind leicht in den Vordergrund gerückt. Die Sequenzen, die nach dem heftigen "Hjaningavg" vom Vorgängeralbum klingen, haben sich gemehrt. Das schnelle "I am" aber auch die zwei Instrumentalversionen in den Bonusstücken sind der beste Ausdruck dieser dazu gewonnenen Angriffslust, die Tribes of Can in die nächste Liga hieft.
Dennoch ist erstaunlich, wie viele Brücken zum früheren Schaffen geschlagen werden können: Mit "Desire" erhalten wir ein klassisches Interludum wie es sie bei "Retaliation" gab. Andere Stücke hätten sogar zu noch früheren Alben dazu gepasst. Geblieben sind auch einige altnordische Textpassagen, nun aber vorgetragen vom grösseren Gesangsspektrum von Woj. Einzig die ganz wilden Gitarrensoli zu Zeiten von "Supra Absurdum" sind fast gänzlich verschwunden. Das bedeutet einerseits, das Album verlangt etwas mehr Zeit und Zuwendung. Damit ist es etwas weniger eingängig. Andererseits bleibt es dafür länger intensiv und spannend.

Tribes of Can sind sich trotz langer Pause und Besetzungswechseln treu geblieben, bleiben unverwechselbar und schaffen mit "Essence of Fire" ein Werk, das den Schwarzmetalljüngern nicht verborgen bleiben sollte.




Tracklist:


01. Strains (Intro)
02. Era of Lies
03. Cardinal Sin
04. Wolf Winds
05. Perseverance (Interludium)
06. The Burden (of a White Light)
07. Final Crusade
08. Desire (Interludium)
09. I Am
10. The Essence of Fire
11. Resonance (Outro)
12. Final Crusade (Acoustic Version)
13. Wolf Winds (Instrumental Version)
14. The Burden (Instrumental Version)


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Morgenstern

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