Kroda - Cry To Me, River... (2005)

KrodaStil: Pagan / Folk Metal

Label: Hammermark Art

Punkte: 11/13

Spielzeit: 48:20

Schon jahrtausende lang frisst er sich in die Erde, als ob er sie entzwei teilen wollte. Er nimmt gemächlich seinen Weg, denn er hat mit seinem Vorhaben Zeit. Zeit, die wir selbst nicht mehr haben. Das weiss er. Mit voller Anmut fliesst er durch sein selbst geschliffenes Tal und wenn man für einen kurzen Moment innehält, sich auf seine Sinne konzentriert, dann hört man ihn. Der Fluss weint...

Kroda besingen die Natur ihrer slawischen Heimat. In ihrer Landessprache verkünden sie auf ihrem Erstling von ihrem Vaterland, den vergangenen Lenzen, dem karpathischen Gebirge und ebenbesagtem weinenden Fluss. In Verbindung mit den Klängen die Viterzgir und Eisenslav komponiert haben, wirken die Texte ästhetisch und verzaubernd.

Schon die ersten atmosphärischen Laute - modelliert aus Flöte und Perkussion - entführen in die paradoxe Klangwelt von Kroda. Paradox ist hier vorbehaltlos positiv im Sinne von kontrastvoll zu verstehen. Die Ukrainer verweben herzzerreissende Flötenschalle mit melodischen Black Metal-Raffeleien in einer mitreissend kontrastreichen Art. Die Melodien werden zwar häufig wiederholt, doch es sei ihnen erlaubt: Wundersamste Tonfolgen können nicht oft genug vernommen werden. Die kunstvollen Arrangements auf der Schneide zwischen Rohheit und Natürlichkeit öffnen die Pforten zu einer Welt voller Schönheit und Melancholie. Einmal in dieser Welt angelangt, schliessen die Tore alsbald wieder: Es gibt kein entrinnen, die Lieder lassen einem nie wieder los.

Führt jemand den elektronischen Trommler als Negativpunkt dieser Lichtscheibe auf, so darf ich dem guten Gewissens widersprechen: Die Perkussion ist absolut gelungen inszeniert. Deshalb läge mir, auch dank des herausragenden Hypocrisy-Covers, zum Schluss alles andere als eine Kaufempfehlung fern.




Tracklist:


01. Kroda
02. Endless Path of Legends
03. Where the Peace and Calm Were Immortalized
04. Hoarfrost of blood
05. Native land
06. Gnarled Cudgels of Thunder
07. Cry To Me, A River... (betrayal of knjaz volodymir)
08. Apocalypse (Hypocrisy Cover)


Bandkontakt:


Shinkar Artem Andreevich, P.O. Box 468, Dnepropetrovsk 49005, Ukraina
kroda@ukr.net


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bisherige Kommentare:

Kommentar von Nightpoet:
Die Kritik ist sehr gut geschrieben, aber ich würde gerne eine Kleinigkeit zur Band Kroda erwähnen. Ich weiss nicht ob es bekannt ist, aber die sind ziemlich Rechts eingestellt, anders kann ich mir nicht erklären das die Ukrainische Hompage unter dem Banner "The Pagan Front - National Sozialistischer Black Metal" läuft und auch im Gästebuch läst Eisenslav ein paar sehr fragwürdige Kommentare ab. Das finde ich sehr Schade, weil die Musik an sich ist eigentlich gut, aber eben die Leute dahinter sind nicht ganz Sauber. Das nur zur Info
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Kommentar von Belial:
jau, dein review macht mich neugierig, muss unbedingt mal reinhören!
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Morgenstern

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