Hate Eternal - I, Monarch (2005)

Hate EternalStil: Brutal Death Metal

Label: Earache Records

Punkte: 9/13

Spielzeit: 42:34

Der Albumtitel bestimmt die Gangart. "I, Monarch" will heissen: Keiner ist schneller, keiner ist härter. Und überhaupt. Das Trio um Gitarrist bzw. Sänger Erik Rutan, bekannt geworden mit Morbid Angel, prescht nach vorne, um eine bleibende Grösse im Brutal Death Sektor zu sein.

In dieser amerikanischen Eigenart des Death Metal existiert nur ein Gefühl: Hate Eternal. Wer bis hierhin noch nicht weiss, wie das Gespann wohl klingen könnte, ist im falschen Review. Denn wer sich leichtsinnig auf "I, Monarch" einlässt, wird gnadenlos überrollt. Kräftige Paukenschläge und krankhafte, dissonante Griffe in den ersten Sekunden versprühen den Scharm einer gereizten Kobra. Wenn dann Schlagzeuger Derek mit Höchstgeschwindigkeit seine Felle malträtiert, Erik seine Saiten mit den schrägsten Griffen unzählige Male pro Sekunde vibrieren lässt und dabei Bassist Randy regelrecht im Soundgewitter untergeht, dann ist die Zeit für Erik gekommen, auch seine unbarmherzige Stimme zum Einsatz zu bringen. Haben die Ähnlichkeiten zu ihren Landsleuten von Origin bisher nur vom vergleichbaren Tempo hergerührt, offenbart der kraftvolle Growl-Gesang mit dem eingestreuten, hellen Kreischen weitere Parallelen.

Jedes Stück auf "I, Monarch" ist gekennzeichnet durch die typischen häufigen Riffwechsel und das allgegenwärtige Schlagzeuggewitter, unter dem das gesamte Drumset zu leiden hat. Die Lieder verlieren dadurch an Eingeständigkeit, was das Album als eine grosse Bombe daherkommen lässt. Dass der Schlagzeuger nur ein Tempo kennt, macht das Ganze etwas eintönig, und während der fast künstlich anmutenden Blastbeats gehen die Gitarren ein wenig unter. Die Produktion ist druckvoll und sauber, doch das über den gesamten Frequenzbereich agierende Schlagzeug und der Gesang dominieren für meinen Geschmack zu sehr. Treten die Gitarren einmal in den Vordergrund, dann hat Erik unzählige, hochpräzise Riffs parat, die richtig mitreissen können. Vorherrschend sind aber aggressionsgeladene, dissonante Klänge, die auf mich eher abstossend wirken.

Es ist völlig klar: "I, Monarch" ist ein Muss für jeden Jünger des rasanten, höchst technischen Brutal Death. Aber nur für diese; dies verwehrt neben anderem der Scheibe den Zugang zu den höchsten Punkterängen.




Tracklist:


01. Two Demons
02. Behold Judas
03. The Victorious Reign
04. To know Our Enemies
05. I, Monarch
06. Path to the Eternal Gods
07. The Plague of Humanity
08. It Is Our Will
09. Sons of Darkness
10. Faceless One


Bandkontakt:


dagmar@gordeonmusic.de
http://www.hateeternal.com

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Oberst Klink:
das album erfreut meine seele haut wirklich ganz geil rein
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