Tribes Of Can - The First Born (2003)

Tribes Of CanStil: Death / Black Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 10/13

Spielzeit: 37:05

Der Song "Der Natur Pracht" zeigt, worum es im ersten offiziellen Tribes Of Can Silberling textlich vorwiegend geht. Obwohl es kein Konzeptalbum ist, drehen sich doch einige Songs um die Schönheit und die Kräfte der Natur. Die Musik, die dazu passt, ist eine Mischung aus Death und Black Metal mit einer ansehnlichen Portion Melodie und eingängigen Passagen.

Die Goldkehle von Sven ist fast immer als vielseitiges Gekreischt eingesetzt. Das Gekreisch ist allerdings relativ tief und extrem kraftvoll. Selten ist auch leichtes Grunzen zu hören, wie dies im besten Song dessen Titel bereits zu Beginn der Kritik erwähnt wurde, der Fall ist. Ein echtes Plus des Erstlings der Schweizer sind auch die abwechslungsreichen Gitarrenbretter, die eine eindrückliche Dichte aufweisen und eine ideale Mischung aus schleifenden, recht extremen Black Metal Riffs und melodieorientierten Mitbangriffs, die eher der Todesblei-Sparte zuzuordnen sind, darbieten. Das Schlagwerk ist präzise und meistens im oberen Midtempobereich anzusiedeln.

Das zwiespältige an "The First Born" ist, dass ich von einigen Passagen und Songs nicht genug bekomme und je mehr ich die CD höre, desto mehr gefallen sie mir. Da sind zum Beispiel einige Übergänge, die unglaublich genial arrangiert sind und teilweise höllisch Spannung aufbauen. So werden die melodischen Stilelemente schwedischen Death Metals hervorragend mit Black Metal orientierten Riffs zu originellen Kompositionen verknüpft. Ruhigere Stellen vermitteln wiederum eine anmutig melancholische Stimmung. Und auch die seltenen, dafür aber umso wertvolleren Soli gefallen. Andere Teile, die sich aber in einer verschwindenden Unterzahl halten, lahmen hingegen nach einem Duzend Durchläufe doch etwas ab.

Die Produktion ist für Untergrundverhältnisse auf Grund des dichten Soundgewandes geglückt, reicht aber noch nicht ganz an professionelle Aufnahmen heran. Vor allem die tieferen Töne von Bass und Trommeln sind etwas zu zurückhaltend produziert. Dafür überzeugen die Gitarrenaufnahmen, sowie das Gesangssound auf ganzer Linie.

"The First Born" ist also nicht nur für Naturverbundene ein Leckerbissen, sondern kann durch seine Solidität wirklich überzeugen. Und wer dies nicht glaubt, saugt sich auf der Bandwebsite die CD auf die Festplatte und überzeugt sich selber!




Bandkontakt:


Reto Hofstetter, Farbstrasse 7, CH-8800 Thalwil
reto@tribesofcain.com
http://www.tribesofcain.ch


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