Near Death Condition - Delusional Perception Of Reality (2005)

Near Death ConditionStil: Death Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 7/13

Spielzeit: 35:29

Brutaler Death Metal scheint wohl wieder einen allgemeinen Aufschwung zu erleben. So zeigt der zunehmende Erfolg solcher Bands wie Cryptopsy, Incantation, Drawn and Quartered oder auch Brodequin, dass diese spezielle Ausrichtung des Death Metals wieder schwer im Kommen ist.

Auch die Schweizer von Near Death Conditon reihen sich mit ihrem Erstling "Delusional Perception Of Reality" zweifelsfrei in diese Sparte ein.
Dass man sich bereits genügend Erfahrung in solchen Bands wie Yog-Sothoth oder Arkhan angeeignet hat, merkt man vor allem an Songs wie dem stürmischem Titelsong oder "Orgasm Through Autophagy". Nur an der weiteren Umsetzung des durchaus vorhandenen Potenzials hapert es leider. Dabei sind vor allem die Drums das Problemkind von "Delusional Perception Of Reality". Mehr als nur einmal zerstört das langweilig vor sich hinratternde Schlagzeug die Atmosphäre der Songs. Nicht zuletzt liegt das auch am klinisch glattgeschliffenen Drumsound, der nicht so recht zu den organischen Klampfen und dem rauen Gesang passen will. Programmierte Dauerblasts mögen vielleicht bei Mortician funktionieren, doch Near Death Condition sollten sich über deren weiteren Gebrauch noch einmal ernsthafte Gedanken machen. Rein geschwindigkeitstechnisch fühlt man sich beim Drumming oft an Cryptopsy erinnert. Das spricht allerdings weniger für Near Death Conditions Programmierung, als viel mehr für die enormen Fähigkeiten des Cryptopsy Schlagzeugers. Einzig bei "Torturing The Pretentious" versucht man sich aus der (Hochgeschwindikeits) Affäre zu ziehen, was aufgrund der merkwürdigen Instrumentierung jedoch nicht sehr überzeugend dargebracht wird.

Near Death Conditon sind beileibe keine schlechte Band, allerdings etwas ungeschickt in der Umsetzung ihrer Kompositionen. Es sind durchaus gute Songs auf "Delusional Perception Of Reality" zu finden, doch wenn man zu wenig songwriterische Raffinesse an den Tag legt, läuft sich das ewige "Haudrauf"-Prinzip mit der Zeit tot.

Es gibt wesentlich bessere Alternativen, sich die Zeit zu vertreiben.




Tracklist:


01. Enter The Lunatic Asylum
02. Delusional Perception Of Reality
03. Orgasm Through Autophagy
04. Changing Identity
05. Omega Prayer
06. Delirium
07. Torturing The Pretentious
08. Ecstatic Suffering
09. Drink My Blood, Eat My Body
10. Betrayal Be My Name


Bandkontakt:


Near Death Conditon, C/o Bonvin Patrick, Champs-du-Moulin 44, 1964 Conthey , Suisse
neardeathcondition@fr.st
http://www.neardeathcondition.fr.st

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Högdahl:
In welchem Vergleich steht denn Incantation zu der Band? Das mag mir nicht so recht verständlich klingen? Das Album gefällt mir ansonsten sehr gut, ist wohl aber schon Geschmackssache...
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