Hel - Falland Vörandi (2006)

HelStil: Pagan Metal

Label: Det Germanske Folket

Punkte: 12/13

Spielzeit: 58:58

Hel präsentieren mit "Falland Vörandi" ihre eigene Interpretation vom Tode Balders, dem Gott der Gerechtigkeit, dem Sohn des Odin und seiner Gemahlin Frigg, der durch eine List Lokis von seinem blinden Bruder getötet wird. Jeder, der sich bereits mit Interesse der nordischen Mythologie angenommen hat, kommt bei der nunmehr fünften Veröffentlichung der lüdenscheider Schwarz-Paganisten auf seine Kosten, sollten Clean-Gesang, weibliche Vokal-Einlagen, Violinen, Bratschen, Pferdegetrappel und Naturgeräusche keine abschreckende Wirkung haben.

Nicht weniger als rund 20 Gastmusiker geben sich auf dem aktuellen Werk die Ehre, was auch durchaus heraushörbar ist, denn Hel verlangen dem Hörer einiges ab, bis man den Langspieler wirklich geniessen kann. Die Gitarren klingen sägend und monoton, niemals aber billig und unangebracht; der verzerrte Krächzgesang ist stimmig und neigt in seltenen Fällen zum Grunzen, wird aber oft von ruhigen Sprecheinlagen unterbrochen, die die Geschichte weitererzählen, um daraufhin wilder und gestümer als zuvor zu Werke zu gehen. Die Violine, begleitet von ab und an saubereren Gitarren, fügt sich hervorragend ein und wirkt alles andere als deplaziert und lässt auch so manchen Song würdevoll ausklingen. Als einziger Wehrmutstropfen sei die gelegendlich etwas unpassende Clean-Stimme des Sängers genannt, die eher zu einem Soundtrack einer Anime-Serie passen würde.

Stolze 20 Titel hat das Duo auf die Scheibe gebannt, wobei gerade einmal die Hälfte als Lieder durchgeht und der Rest nur der Stimmung zu Gute kommt, was durch die hochwertigen Interludien auch gelingt. Hel geben sich mit "Falland Vörandi" sehr detailverliebt und bemüht, Qualität zu kreieren, was ihnen gelingt, denn nicht nur weiss die Musik zu gefallen, sondern auch die mit 24-seitigem Beiheft überaus üppig ausgestattete Optik des Albums.

Wer sich die Zeit nimmt und dem Rundling so einige Rotationen gönnt und an der nordischen Mythologie Gefallen findet, der wird von "Falland Vörandi" so schnell nicht mehr loskommen.




Tracklist:


01. Erwachen
02. Wölwas Runen
03. Feuergott
04. Dämmerung
05. Nannas Klage
06. Hringhorns Flammen
07. Meerfahrt
08. Asgards Trauer
09. Wotans Weisung
10. Hermodes' Aufbruch
11. Sleipnirs Blick
12. Helritt
13. Falland Vörandi
14. In Helheim
15. Flug der Raben
16. Auf Suche
17. Der Asen Flehen
18. Thökk - Lokis List
19. Der letzte Schein
20. Abschied


Bandkontakt:


Hel@pagan-midgard-art.de
http://pagan-midgard-art.de

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Bandog:
http://www.ureuropa.com/Hel/HEL_Teaser_FallandV.mp3 Gekünstelt erhabene Sprechpassagen, Klargesänge voll heroisch-schwülstigem Pathos, säuselnd lieblicher Frauengesang, die Gitarrenarbeit erinnert teilweise an Kitschballaden von 80er Power Metal-Bands, die Pur-Einlage dazwischen reisst einem schier die Fingernägel raus (ist Hartmut Engler Gastsänger auf Dämmerung?) Ja, die harten Passagen dazwischen gefallen mir ganz gut. Aber ansonsten hoffe ich jetzt mal, dass die Ausschnitte in diesem Medley entweder etwas ungeschickt ausgewählt wurden, oder dass das Herausreissen aus dem Ganzen den Eindruck total verfälscht hat.
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