Human Paranoid - Breed Of Cain (2007)

Human ParanoidStil: Thrash Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 10/13

Spielzeit: 49:42

Noch sind Human Paranoid keine Grossen im Thrash Metal Untergrund, dass könnte sich diesem Werk sei dank jedoch bald ändern! Seit 1999 wird nun schon unter dem Banner des old school Thrash Metals gelärmt und auch wenn der bisherige Ertrag mit gerade einmal zwei Demos doch etwas mager ausgefallen ist, kann man daraus nicht auf Motivationslosigkeit schliessen. Was gut werden soll, dass braucht eben Zeit.

Gleich mit den ersten Klängen fällt auf, dass Human Paranoid ebenso gut behaupten könnten, es gäbe sie schon seit der ersten Hälfte der 80er Jahre. Thrash Metal der Marke Slayer, Demolition Hammer, Nuclear Assault,... hat wohl einen bleibenden Eindruck bei den Jungs hinterlassen, selbst wenn deutsche Formationen wie Kreator, Sodom, Tankard, ... wichtiger für denn eigenen Stil waren. Sogar die Aufnahme ist stilecht im eigenen Proberaum entstanden, was dem ganzen Werk noch eine zusätzliche Portion Charme verpasst. Die Stücke die grösstenteils im uptempo-Bereich anzusiedeln sind, bestechen durch ihre äusserst aggressive, treibende, durch und durch thrashende und vor allem ehrliche Art. Diesen Deutschen schlägt das Herz wohl wirklich im "Flag Of Hate"-Rhythmus! Die vier Jungs sollten aber sowieso schleunigst therapiert werden, denn, der Trommler drischt auf seine Felle ein, als wären sie seine Todfeinde, der Gitarrist prügelt räudige Riffs ein, die so klingen, wie eine Mischung aus Blut und Bier schmecken muss, der Vokalist kombiniert Gewaltbereitschaft und Wut in seinen Schreien und der Mann mit dem vier-Saiter kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, denn sonst würde er nicht in dieser Band spielen. Die Texte handeln von dem zivilisieren Wahnsinn der Demokratie, von Kannibalismus und auch Glam Rocker und Black Metaller werden nicht verschont. Einzig das vertonte Gedicht "Schöne Jugend" von Gottfried Benn, fällt etwas aus dem Schema. Dieses Stück stellt für mich auch den einzige Durchhänger auf "Breed Of Cain" da. Im Vergleich zu den restlichen Stücken kann es zwar durch eine morbide Atomsphäre punkten, dafür wirkt es jedoch sehr unauthentisch, was dem ansonsten so ehrlich anmutenden Gesamtbild schadet.

Mit "Breed Of Cain" liegt hier ein kleines Meisterwerk vor, dass sich kein deutschgefärbter Thrash Metaller entgehen lassen sollte. Unverständlich ist es, wieso sich noch kein Label um dieses Werk und diese Band bemüht hat, aber so wird sich Human Paranoid in die Reihe grossartiger Thrash Bands la Crimson Steel oder Hateful Agony eingliedern, die auch ohne aufwendige Promotion einen Kultstatus erreicht konnten.




Tracklist:


01. Breed Of Cain
02. Bedtime For Democracy
03. Schöne Jugend
04. Destroy!
05. Thrash Till Death
06. Human / Paranoid
07. The Pillager
08. Genocide Inc.
09. Symbols Of Progress
10. Faceless Killer
11. Butcher Me
12. Human / Paranoid (2nd Version)


Bandkontakt:


Jens Wiebusch, Alter Rehmer Weg 113, 32547 Bad Oeynhausen, Deutschland
jens@humanparanoid.de
http://www.humanparanoid.de

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