Nox - Ixaxaar (2007)

NoxStil: Death Metal

Label: Earache

Punkte: 9/13

Spielzeit: 34:01

"Ixaxaar" - so nennt sich das Siegel der Hölle und eben diesem haben sich die Niederländer von Nox angenommen mit dem Bestreben, ihr gleichnamiges Debutalbum mit sämtlichen Wassern der Unterwelt zu waschen.

Nicht der hierfür geradezu prädestinierte Black Metal wurde als diesbezügliches Mittel zum Zweck gewählt, sondern eine besonders geradlinige Variante des Todesmetalls. Diese Geradlinigkeit ist es auch, die mächtig Gewicht in die negative Waagschale werfen könnte, würde die beinahe engstirnige Kompositionsarbeit nicht durch die superbe Produktion in schwindelnde Höhen gehieft.

Keinerlei Schwierigkeiten haben Nox, in punkto Aggressivität mit ihren Genrekollegen aus Schweden oder den USA Schritt zu halten und so arbeitet sich die holländische Guillotine unaufhaltsam durch die Hälse der schutzlosen Lämmer Gottes.

Die Songstrukturen wurden simpel und durchschaubar konstruiert und entscheidet man sich einmal für ein lückenschneidendes Gitarrensolo, so wird auch dieses im Sauseschritt absolviert und vom rasenden Schlagzeug schnell wieder ertränkt. Das Riffing schlägt sich auch ohne Bandbreite mehr als tapfer und ermöglicht die durchgehende Aufrechterhaltung des tonnenschweren Druckes auf Ohren und Magen.

Eingebrüllt hat das Album übrigens das zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch feste Bandmitglied Seth Van Der Loo, der vielen wohl als Schlagzeuger von Severe Torture ein Begriff sein dürfte. Er scheint überdies auch für die konzeptionelle Seite von "Ixaxaar" zuständig gewesen zu sein, weist der Plot doch erhebliche Parallelen zum Tonmaterial seines früheren Betätigungsfeldes Centurian auf.

Überlegt man sich ein Fazit, so beschleicht einen schnell das Gefühl, das Gehörte schon an anderer Stelle vorgesetzt bekommen zu haben - und zwar nicht tausendmal, sondern mindestens zweitausendmal. Als hervorragend kann man "Ixaxaar" also nicht abstempeln, was auch ein wenig an der fehlenden Abwechslung liegt, die man einer Veröffentlichung zumindest in geringem Masse doch abverlangen können sollte.

Zugute zu halten ist dem Album seine Durchschlagskraft, die den Mangel an Eingängigkeit leicht aufwiegt und die Platte als Ventil bei plötzlichen Wutanfällen empfiehlt.

Von Nox wird in den nächsten Jahren noch zu hören sein, denn prügeln können sie. Ob sie auch Prügel einstecken können, das wird sich zeigen.




Tracklist:


01. Choronzonic Chaos Gods
02. Blind Mad God
03. Darkness Undying
04. Zacar Od Zamran
05. Insane Hatred For The Supposed Creator
06. The Jesus Sect
07. Intoxicated With Death
08. Satan Ex-Machina
09. Zazaz

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