Hel - Tristheim (2007)

HelStil: Pagan Metal

Label: Det Germanske Folket

Punkte: 12/13

Spielzeit: 40:04

"Durch grauer Nebel dichtem Dunst,
durch leblos deuchendes Geäst,
fällt lautlos letzte Kreise ziehend,
in Wehmut tanzend welkes Blatt."

Mein Gott - welch einzigartiges Werk.
Welch hervorragendes Dokument neoklassisch-paganer Tonkunst.
Welch Meilenstein in der Geschichte der Band und des gesamten Pagan und Folk Metal.

Ein Langspieler, ausschliesslich gefüllt mit meisterlicher Akustik und abgrundtief traurigen, leisen Texten - das neue Album "Tristheim" der beiden Lüdenscheider Hel.
Stilistisch orientiert man sich an Lacrimosa und Empyrium und kreiert ein Monument der Melancholie, des Trübsals, der Hoffnungslosigkeit.
Mit einer handvoll Gastmusikanten im Boot und ohne einen einzigen Trommelschlag modelieren Hel ein goldenes Kalb aus Flöten, Akustikgitarren, Klavier, Geige, Akkordeon und Cello, vor dem die heidnischen Jünger scharenweise auf die Knie fallen werden.
Titel wie "Schrei ins Nichts", "Welkes Blatt" oder "Nordlicht" ziehen den Hörer wie Treibsand tief in eine zauberhafte, theatralisch schwarze Abgeschiedenheit, aus der das Entrinnen erst gelingen mag, nachdem der letzte Ton des Albums verklungen ist.
Doch sollte man sich dieser magischen Verlorenheit nicht einfach hingeben?
Was spricht gegen eine sich verdunkelnde Sonne, gegen ein verlöschendes Licht?
Jeder einzelne Ton von "Tristheim" ist ein kleines Abenteuer für sich, da man gespannt den langsamen, schweren und depressiven Kompositionen lauscht und nach einer Weile in eine fast meditative Stimmung verfällt.

"Nebelwände wallen dicht,
zeitlos grau nur dieses eine Licht,
ich könnt es fassen, doch nicht halten,
uns Sehnsucht schreit so laut ins Nichts hinaus."

Ein jeder Freund bewusst in Töne gefasster Düsterromantik braucht "Tristheim" wie die Luft zu atmen - erkennt es selbst!
Kein herkömmlicher und nach Schema gefertigter Pagan Metal, sondern Faszination und Liebe zur Dunkelheit.
Wer sein Herz dieser Stilrichtung öffnen kann, der hat mit "Tristheim" den heiligen Gral gefunden.




Tracklist:


01. Sturmrast
02. Nichtort
03. Tief verborgen
04. Tiefes Wasser
05. Lenger enn erindring
06. Gedanken
07. Immer eine Nacht
08. Welkes Blatt
09. Nordlicht
10. 2 31
11. Nebelung
12. Zwielicht, Nebel, Dunkelheit
13. Kalter Rausch
14. Wundtau
15. Schrei ins Nichts


Bandkontakt:


hel@pagan-midgard-art.de
http://www.pagan-midgard-art.de

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Ghul:
Dieses Album hat die hohe Wertung wirklich verdient! So ein geiles Akustik-Geschrummel bekommt man selten zu hören!
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Bluttaufe

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