Godüs - Phantomgrave: I Am The Catacombs (2007)

GodüsStil: Death Metal

Label: Ordo Decimus Peccatum

Punkte: 8/13

Spielzeit: 45:06

Es wundert mich, warum sich manche Bands ihres eigenen Stils nicht bewusst sind.
Ich meine, was die Spanier von Godüs auf ihrem Zweitwerk "Phantomgrave: I Am The Catacombs" da präsentieren, ist doch keineswegs reiner Black Metal sondern zu neunzig Prozent Todesmetall.
Zwar geht die Aufmachung in Richtung Dimmu Borgir (was ja nicht unbedingt für schwarzmetallischen Inhalt sprechen muss), doch schon der Opener "Unholy Execution" beschiesst mich mit einer Mixtur aus Grave's "Soulless" und dem Morbid Angel'schen "Rapture" und auch das restliche halbe Dutzend Lieder weicht nicht wesentlich vom geladenen Todesblei ab.
Der einzige Anhaltspunkt für ein Vorhandensein von echtem Schwarzmetall, sind die teilweise doch mehr atmosphärisch als brutal gezupften Gitarren, die sich hin und wieder Geltung im Klanggemetzel verschaffen können.
Dies fällt nicht leicht, schlägt man neben exekutiven Tönen doch grösstenteils die halsbrecherischen Pfade ein, um seine Todesbotschaft möglichst stimmungsvoll an den Hörer zu bringen - nun schiessen mir auch die jüngeren Aufnahmen von Cannibal Corpse durch die Gehirnwindungen.
Stimmlich müht man sich redlich, bösen Kreischgesang auf die Bretter zu legen, was leider nicht wirklich ins Gesamtbild passen mag - aggressives Gegrunze wäre hier besser angebracht gewesen.
Gelegentlich wirft man Schmerzensschreie und Gemurmel in die Menge; auch deren Wirkung verpufft jedoch sang- und klanglos.
Das Songwriting hält keine Überraschungen bereit - schnell und rücksichtslos sind die hier angebrachten Attribute.
Um zu guter Letzt noch einen echten Pluspunkt aufzufahren, sei gesagt, dass die drei Todesfetischisten auf handwerklicher Ebene eine Spitzenleistung abliefern und ihre Instrumente par excellence handhaben.

Unterm Strich ist "Phantomgrave: I Am The Catacombs" also ein über den Durchschnitt gepeitschtes Dark Death Metal-Werk (womit ich eine neue Stilrichtung aus der Taufe gehoben haben dürfte) mit Black Metal-Anleihen (die zweite Hälfte des Albums) und einer grossen Portion Wut im Bauch.
Alle Headbanger dürfen der druckvollen Produktion ihr Ohr leihen und den guten Godüs zumindest eine Chance geben.




Tracklist:


01. Unholy Execution
02. Vinegar Bath
03. Nekkro
04. Triangular Morte
05. Epidemia
06. Morte
07. Hole


Bandkontakt:


phlegeton@godus.ws
http://www.godus.ws


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