Funeralium - Funeralium (2007)

FuneraliumStil: Doom Metal

Label: Totalrust Music

Punkte: 9/13

Spielzeit: 76:43

"Funeralium" ist der Titel des Debutwerks gleichnamiger Band und erfüllt seinen Zweck als ausgekotzter Brocken Doom Metal der abgrundtief kranken Machart in vollem Umfang.
Hervorgegangen aus den beiden Kapellen Ataraxie und Heol Telwen besinnt sich dieses vierköpfige französische Ungeheuer auf Tugenden, die einst Namen wie Abruptum, Saint Vitus und nicht zuletzt auch Bethlehem zu Legenden der depressiven Musik machten und auch heute noch ihren Dienst tun.

Langsamer als langsam und schleppender als schleppend taumelt man durch ein halbes Dutzend teils überlanger Kompositionen, die ihren Gipfel im zwanzigminütigen Opus "Let People Die" finden.
Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass das Material schon auf geübte Trommelfelle treffen muss, um nicht nervtötend sondern faszinierned zu wirken.
So werden in aller Behäbigkeit die Gitarrenhälse gestreckt, gelegentlich meldet sich auch das Schlagzeug mit aller Andacht zu Wort und im Bassbereich gleicht man sich stets den Gitarrenläufen an.
Beängstigend gelungen sind die den Saiteninstrumenten entlockten Sirenentöne, die den quälenden Trott bisweilen durchschneiden und zumindest Ansätze von Dynamik aufblitzen lassen.
Sänger Marquis, der manch einem auch von seiner Tätigkeit bei Hyadningar ein Begriff sein könnte, jammert heulend ins Mikrofon, wie es der sterbende Heiland nicht stilechter hätte rüberbringen können.
Aufgrund der Tatsache, es mit lupenreinem Doom Metal zu tun zu haben, erübrigen sich Ausführungen zur Komplexität des Songwritings - auch der Produktion werden keine Wunder abverlangt und das Nötigste überzeugend bewerkstelligt.

Obwohl mich auch Funeralium mit ihrem Erstling nicht zum Doom Metal-Anhänger bekehren können, muss ich dem Quartett doch zugestehen, ein stimmungsvolles Album abgeliefert zu haben, dem es weder an Atmosphäre noch an gelegentlichem Tiefgang mangelt.
Die Schicksalsbotschaft wird dem Hörer unverständlich unmissverständlich aufs Brot geschmiert - und dies ist in meinen Ohren die Essenz des Doom Metal.
Für Genrefetischisten empfehlenswert.




Tracklist:


01. First Symptoms
02. Transcendance #26
03. Funeralium
04. Let People Die
05. Light Crisis
06. Nearly The End


Bandkontakt:


http://www.funeralium.com

Ähnliche Bands

Comatose VigilLonging for DawnWijlen WijAbstract SpiritIntaglio

Kommentar schreiben


Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.
Bist du noch nicht registriert? Du kannst dich hier gratis registrieren.

Netzwerke


Nutzerwertung

Bitte loggen Sie sich ein, um abzustimmen.

Es hat noch niemand abgestimmt.

Verfasser

Autor
Bluttaufe

Bookmark setzen

 @ to Google Bookmark  @ to bloglines  @ to newsgator  @ to digg  Bookmark @ del.icio.us  Bookmark @ Mister Wong  Bookmark @ isio.de  Bookmark @ reddit  Bookmark @ blinklist  Bookmark @ technorati  @ to blogmarks

Toolbox

Artikel Drucken Artikel Drucken
Artikel Kommentieren Kommentieren
Artikel zu Favoriten Zu Favoriten
>> Anmeldung nötig

Partner



© Schwermetall.ch