Hate Eternal - Fury & Flames (2008)

Hate EternalStil: Death Metal

Label: Metal Blade

Punkte: 12/13

Spielzeit: 39:55

Ehrlich gesagt habe ich mich bislang absolut nicht für Hate Eternal, die Band des einstigen Morbid Angel-Gitarreros Erik Rutan, interessiert.
Zwar war mir bekannt, dass ausser Rutan und seinem inzwischen verstorbenen Morbid Angel-Kollegen Jared Anderson weitere Grössen der US-Death Metal-Szene in Hate Eternal involviert sind oder waren - namentlich genannt wären dies unter anderem Alex Webster (Cannibal Corpse), Derek Roddy (ex-Nile, ex-Malevolent Creation), Tim Yeung (ex-Vital Remains), Kevin Talley (ex-Misery Index, ex-Cattle Decapitation), Reno Killerich (ex-Vile) und Doug Cerrito (ex-Suffocation) -, doch änderte dies nichts an meiner sehr überschaubaren Interessenlage an diesem All-Star-Projekt.
Da bietet es sich mir natürlich an, anhand des neuen Albums "Fury & Flames" wieder einmal etwas dazuzulernen.

Neugierig starte ich also meinen klangvollen Ausritt in die todesbleiernen Gefilde von Tampa Bay und werde recht zügig und äusserst unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Wie die Bekloppten dreschen die vier Genickbrecher auf ihre Instrumente ein und entlocken diesem Ensemble der Geistesstörung doch in der Tat nachvollziehbare Songstrukturen.
Diese Kontrolle des absolut unmenschlich brutalen Chaos war mir bis dato nur bei zwei Formationen über den Weg gelaufen - bei Vomitory und Monstrosity.
Es ist beeindruckend, welch vernichtenden Tonteppich die Amis hinter den Brüllanfällen Rutan's zusammenknüpfen, ohne auch nur ein einziges Mal ansatzweise den Faden zu verlieren.
Apokalyptisches Drumming und tiefe, alles platt machende Gitarren dominieren die Szenerie und geben nie das Heft aus der Hand - auch in den Passagen nicht, in denen einem kurzen Solo Freigang gewährt wird.

Ein kleines bisschen schade ist, dass sich das an den Tag gelegte tobende Chaos zwar kontrollieren lässt, dafür leider aber keiner übermächtigen Variation Einlass verschafft, was dem Album einen Tick Langatmigkeit einhaucht und den wiederholten Genuss schmälert.
Ausgewetzt wird diese Scharte umgehend vom grandiosen Sound, dem es gelingt, blanke Aggression noch aggressiver wirken zu lassen und dennoch klare Linien transparent zu halten - eine wahre Meisterleistung!

Wäre ich Death Metal-Fanatiker, wäre ich selbstverständlich wesentlich früher über Hate Eternal gestolpert und hätte vermutlich auch an den Langspielern "Conquering The Throne", "King Of All Kings" und "I, Monarch" diebische Freude gehabt.
Was die Herren aus dem zumeist sonnigen Florida aber mit ihrem Viertling "Fury & Flames" in die Waagschale werfen, dürfte meiner Einschätzung nach nicht nur die drei Vorgänger, sondern auch ein Gros der sonstigen Veröffentlichungen des Genres in den Schatten stellen.
Demnach ein grosses Lob an Hate Eternal für die Musik, an Metal Blade für das Näschen und die Finanzen und an den mir unbekannten Produzenten für die wohl beste Leistung seiner Lebens.
Wer sich für die härteste Gangart interessiert, kommt an diesem Album nicht vorbei.




Tracklist:


01. Hell Envenom
02. Whom Gods May Destroy
03. Para Bellum
04. Bringer Of Storms
05. The Funerary March
06. Thus Salvation
07. Proclamation Of The Damned
08. Fury Within
09. Tombeau (Le Tombeau De La Fureur Et Des Flames)
10. Coronach

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