Narjahanam - Undama Tath'hur Al Shams Min Al Sharb (2008)

NarjahanamStil: Arabic Death Black Metal

Label: Haarbn

Punkte: 11/13

Spielzeit: 51:12

Mit Narjahanams Erstwerk "Undama Tath'hur Al Shams Min Al Sharb" halte ich eine Produktion in den Händen, die aus einer komplett anderen Richtung kommt, als ich erwartet hätte. Nämlich nicht aus den mittlerweile ein wenig überzitierten Eiswüsten und Waldstrichen des frostigen Nordens, sondern aus dem Land der aufgehenden Sonne oder der detonierenden Bombe, das kommt ganz auf den Standpunkt an. Um vollkommen exakt zu sein kommen Narjahanam aus Bahrain, von der Golfküste, also mitten aus Arabien, worauf die beiden Köpfe hinter dem Projekt auch einigermassen stolz zu sein scheinen, da sämtliche Stücke komplett in arabischer Sprache verfasst sind und auch hauptsächlich von der blutigen arabischen Geschichte und vom Ende der Welt handeln. Narjahanam ist übrigens das arabische Wort für Höllenfeuer.

Was mich überhaupt erst neugierig und auf die Band aufmerksam machte, war die selbstgewählte Genrebezichnung Arabic Death Black Metal. Was ich zunächst für eine simple Opposition zum Norsk Black Metal hielt, entpuppte sich dann jedoch zu einer klaren musikalischen Differenz, denn arabische Einflüsse sind bei Narjahanam nich zu verneinen. Ich hätte nie gedacht, dass die Töne, die mir abgespielt vom Handy in Bus und Bahn tierisch auf den Zeiger gehen, eines Tages tatsächlich einmal gefallen sollten! Aber im Kontext mit Black- und Death Metaleinflüssen ist das ganze zumindest interessant. Durch diese Symbiose und den insgesamt relativ tiefen Klang bekommt das gesamte Album eine sehr düstere und böse Grundstimmung, die gepaart mit den markanten Growls von Vokalist Mardus den Zuhörer sehr schnell sehr tief in ihren Bann ziehen.

Alles in allem kann ich für meinen Teil nur sagen, dass Narjahanam mich mit "Undama Tath'hur Al Shams Min Al Sharb" wirklich überzeugt haben. Allen, die ihre Musik gerne bedrückend und blutig haben und sich dabei an arabischen Folkeinflüssen nicht stören oder wenn sie, so wie ich, sich unter diesen Einflüssen nichts vorstellen können, aber neugierig sind, wie sowas klingt, kann ich hier den Kauf wärmstens empfehlen.




Tracklist:


01. Taht Alamat Al Nujoom (Under The Sign of The Stars)
02. Laheeb Al Nar (The FLames of Fire)
03. Al Jihad (The Holy War)
04. Al Shar Waljan (Evil And Spirits)
05. Rayat Al Mowt (Tales of Death)
06. Nehaya Wa Bedaya (The End And The Beginning)
07. Huroob Al Zaman Al Akheer (Wars of The End of An Era)
08. Yowm Al Maw' oud (The Promised Day)
09. Al Aukhera (The End of Days)


Bandkontakt:


blasphemusblackmetal@hotmail.com


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