Haggard - Thales of Ithiria (2008)

HaggardStil: Klassik Metal

Label: Drakkar

Punkte: 11/13

Spielzeit: 42:45

Seit locker zwei Jahren ist die neue Haggard-Scheibe angekündigt und mindestens genauso lange freue ich mich schon darauf. Jetzt habe ich sie als gebrannte Scheibe mit einem Aufkleber darauf, wobei Bandname, Titel der Scheibe und Tracklist die einzigen Informationen sind, die ich bekommen habe. Die Texte werde ich sicher online finden, oder ich warte bis es die CD zu kaufen gibt. Denn die werde ich mir bestimmt als Original holen. Bis dahin muss die Promo herhalten, die ich von Drakkar zugesandt bekam.
Mir kommt der Sound teilweise komisch komprimiert vor und ich hoffe, dass das noch ausgemerzt wird. Gerade die druckvollen Gitarren und der Growlgesang klingen wie mp3 Niveau. Wobei aber beides fett ist und man schon die Bässe runterdrehen will, was aber den klassischen Instrumenten und dem dünnen Schlagzeugsound nicht gerade zu Gute kommt. Ich hoffe wirklich zutiefst, dass das nur auf dem Promo-Silberling so klingt.

Musikalisch gibt es typische Haggard-Kost und genau das Liebe ich an diesem Album. Leider sind zu viele Zwischenstücke vorhanden, in denen nur die Geschichte weiter erzählt wird. Das unterstützt zwar die dichte Atmosphäre und bringt inhaltlich sicher etwas, ist aber im Endeffekt einfach ein Weiterdrücker. Genau so wie das instrumentale "In des Königs Hallen" welches viel zu sehr nach Kirchengejaule und Burg- und Hof-Musik klingt. Das kann ich mir beim besten Willen nicht anhören. Auch das gecoverte Stück "Hijo de La Luna" ist nicht ganz mein Fall.

Warum dann die hohe Wertung werdet ihr euch jetzt fragen. "Chapter I" und "Chapter V" sind schon einmal nicht schlecht und werden jeden Haggard-Fan wenigstens halbwegs zufrieden stellen. Die Teile zwei bis vier, also Lied vier, sechs und acht sind aber der Hammer. Man beginnt zart und wird dann kraftvoll, lässt Gänsehaut die Arme hoch wandern und man möchte an manchen Stellen gerne lauthals mitsingen. Hier fehlen deutsche Textbrocken ungemein, wie man sie auf "And Thou Shalt Trust... The Seer" fand. Diese Parts sind auf "Thales of Ithiria" unerreicht. Aber trotzdem sind besagte drei Stücke einfach genial. Die Musikinstrumente spielen sehr schön zusammen und jeder Ton fügt sich meisterlich in das Songwriting. Der Chor bringt allerdings die meiste Kraft mit sich. Sobald der einsetzt scheint alles rund herum wie weggewischt.

Die drei Lieder sind mir jedoch zu wenig für eine 42 minütige CD. Wenn doch jedes Stück solch geniale Stellen und Melodien hätte. Auf jeden Fall gefällt mir das Gehörte besser als die Lieder auf dem Vorgänger "Eppur Si Muove" welcher zwar auch nicht schlecht war, aber keine richtigen Ohrwürmer zu bieten hatte.




Tracklist:


01. The Origin
02. Chapter I - Tales Of Ithiria
03. From Deep Within
04. Chapter II - Upon Fallen Autumn Leaves
05. In Des Königs Hallen (Allegretto Siciliano)
06. Chapter III - La Terra Santa
07. Vor Dem Sturme
08. Chapter IV - The Sleeping Child
09. Hijo De La Luna
10. On These Endless Fields
11. Chapter V - The Hidden Sign


Bandkontakt:


asis@haggard.de
http://www.haggard.de/

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