Crematory - Remind (2001)

CrematoryStil: Gothic Metal

Label: Nuclear Blast

Punkte: keine Wertung

Spielzeit: 77:27

Eines gleich zum Voraus. Das gesamte Remind Paket enthält eine Doppel-CD, die sich aus einer Live Scheibe sowie einer CD mit Bonus Tracks und Demoversionen zusammensetzt. Dazu (respektive separat) gibt es noch eine DVD mit Videoclips, Making Ofs und sonstigen Homevideozusätzen. Besprechen tun wir hier aber nur die Live CD. Den Inhalt des gesamten Pakets könnt Ihr auf der Webseite von Nuclear Blast nachlesen.

Nun ist es also soweit. Die beschimpften, kritisierten, belächelten aber auch geliebten deutschen Gothic Metaller verabschieden sich hiermit von über 10 Jahren Bandgeschichte und einem grossen Namen, der für ausgelassene und fröhliche Liveshows sowie zahlreiche Bandklassiker steht. Der Beweis dafür ist diese Live CD, denn die Titelzusammenstellung liest sich wie die Bandhistory selbst (elegant auch dementsprechend zusammengestellt).

Nach einem typischen Crematory Intro folgen zuerst Deformity und The Eyes Of Suffering, zwei Tracks vom 93er Album Transmigration. Und danach, tja danach, da rückt er bereits an, mein persönlicher all-time Favourite der Band, mit dem sich die Deutschen für alle Ewigkeit einen Ehrenplatz in meinem CD Regal erspielt haben: Shadows Of Mine von der 94er CD Just Dreaming. Live wie auf Platte immer wieder ein Erlebnis! Nachdem mit dem darauffolgenden Dreams auch diese Veröffentlichung abgehakt ist, kommt das wohl bekannteste und stärkste Album von Crematory zum Zug. Illusions hiess es, und veröffentlicht wurde es im Jahre 1995. Tears Of Time, der wohl beliebteste Track der Gothic Metaller und Höhepunkt eines jeden Konzertes (weil spätestens da die Crematory-freundlich gesinnte Fanmeute nicht mehr zu halten war) sowie Lost In Myself zeugen von dieser grandiosen Platte. Ist es wahr und Ewigkeit stammen vom Deutschen Album, einem Output, der Crematory damals nicht nur nette Worte von der Fangemeinde eingebracht hat. Trotzdem gehörte seither zumindest Ist es wahr zum Pflichtprogramm eines jeden Crematory Gigs. Mit den Titeln Temple Of Love (Sisters Of Mercy Coverversion, live auch immer ein Muss), For Love, I Never Die, Fly, The Fallen und Take wird anschliessend natürlich noch die Crematory Neuzeit aus den Jahren 1997 bis 2000 (die Alben Awake, Act Seven und Believe) präsentiert.

Stimmt, ab und zu war der Sound bei den Konzerten von Crematory nicht gerade das Gelbe vom Ei. Klar, die cleanen Vocalpassagen haben live oft schrecklich geklungen. Sicher, die Crematory Musik war einfach und instrumentaltechnisch völlig unspektakulär. Zugegeben, man konnte die Crematory Texte immer so schnell auswendig, weil bei jedem dritten Song Dust In Your Hands, Dust In The Wind oder Dust In The Dust im Refrain vorkam (kleine Uebertreibung am Rande). Aber dennoch: Für all diejenigen, die Crematory für das gemocht haben, was sie eben waren, bedeutet der Abgang dieser Band ein grosser Verlust. Nie mehr fachsimpeln, warum jetzt die neue Platte wieder nicht ganz so toll geworden ist wie Illusions, nie mehr Shadows Of Mine im live mitsingen und nie mehr ulkige Songansagen von Felix hören, die man stets euphorisch mit "jaaaaa!" quittieren konnte, egal, welchen Inhalt sie hatten.

Und wenn mit der Ballade Perils Of The Wind (ebenfalls von Believe) diese Live CD ausklingt, sind satte 77 Minuten verstrichen. Value for money also. Uebrigens wirkt diese CD durchaus authenthisch, weil nicht auf Teufel komm raus alle Unstimmigkeiten in Mischverhältnis und Rhythmus herauskorrigiert wurden und einige Titel im "Livemodus", also nicht 1:1 wie auf der Platte, zu hören sind. Vielleicht hätte stellenweise ein bisschen mehr Publikumsatmosphäre eingeblendet werden können. Am Gesamtsound gibt es jedenfalls nichts zu meckern, der ist sogar richtig gut, und die cleanen Vocals hören sich stellenweise genauso schräg an wie diejenigen auf den echten Konzerten der Crematorianer. Und? Hat’s jemals irgendwen gestört? Nee! Na also.




Bandkontakt:


http://www.crematory.de/

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