Hellveto - Neoheresy (2008)

HellvetoStil: Pagan Black Metal

Label: Pulverised Records

Punkte: 8/13

Spielzeit: 35:08

Es muss Zufall sein, dass sich vorwiegend Ein-Mann-Projekte für Veröffentlichungsfluten von bis zu siebzehn Langspielern in nur fünf Jahren hergeben.
Ist eigentlich auch logisch, denn wenn man sich nicht mit den lästigen Ansichten seiner Bandkollegen herumschlagen muss, sondern seiner eigener Herr sein kann und darf, fällt die Entscheidungsfindung natürlich besonders leicht.
In dieser glücklichen und beneidenswerten Situation befindet sich neben dem tasmanischen Teufel Sin Nanna, der es mit seinem Alter Ego Striborg auf die angesprochenen siebzehn Alben binnen fünf Jahren gebracht hat, auch der gute L.O.N., der mit seiner Baustelle Hellveto - nebenbei ist er selbstverständlich anderweitig aktiv um seine Freizeit zu füllen - immerhin fünfzehn Langläufer zu Buche stehen hat - aufgenommen und veröffentlicht innerhalb von sechs Jahren.

Das neueste Kapitel dieser ausufernden Beschäftigungstherapie, mit der L.O.N. der einschlägigen Presse auf die Nerven geht, nennt sich "Neoheresy" und beinhaltet wie befürchtet seichten, Easy-Listening-Pagan Black Metal, der zwar nicht ohne Aufwand, dafür aber ohne tieferen Sinn bewerkstelligt wurde.
So sind es die erwarteten kriegerischen Trommeln, die einem handwerklich tauglichen Gemisch aus eintönigen Gitarren und künstlichen Synthieklängen gierig in den Hintern treten und somit den Wertungspunkt für kompositorische Energie sicherstellen.
Hinzu eine etwas unbeholfene Brüllstimme, hin und wieder chorale Anflüge - und fertig ist der Lack.
Die Variation ist auf dem Weg zu "Neoheresy" im Strassengraben liegengeblieben, denn gelegentliches Keyboard-Gedudel und schematisches Gitarrengeplänkel will ich einfach nicht mehr als 'abwechslungsreich' durchgehen lassen.
Leider fördert auch mehrmaliges Einhören keine weiteren Finessen zu Tage, weshalb ich die Suche einstelle und Hellveto seiner gerechten Aburteilung zuführe.

Also:
Schlecht ist die Musik von Meister L.O.N. beileibe nicht, vor allem aus handwerklicher Sicht.
Auch die transparente Produktion trägt zum Nährwert von "Neoheresy" bei und kann diesbezügliche Zähler verbuchen.
Dummerweise ist es Hellveto aber einmal mehr misslungen, mitreissende Höhepunkte und kompositorische Glanzlichter in sein Tonmaterial einzuschmieden, was mit den Jahren als verächtliche Haltung gegenüber der Hörerschaft ausgelegt werden kann.
Und genau deshalb verbleibt L.O.N. wohl für immer im Mittelfeld schwermetallischer Wertungsskalen.




Tracklist:


01. Taran
02. Herezja
03. Gdy Umiera Swit
04. Milczace Sumienie
05. Choragiew Ktora Splonie
06. Sredniowieczna Egzekucja


Bandkontakt:


http://www.hellveto.com

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