Hellsaw - Cold (2009)

HellsawStil: Black Metal

Label: Napalm Records

Punkte: 11/13

Spielzeit: 46:48

Hellsaw, dieser Name steht seit ihrem Erstwerk "Spiritual Twiligiht" für qualitativ hochwertigen Black Metal aus Österreich, wenn ich die Zeichen nicht ganz falsch deute, so wird er dafür auch weiterhin stehen.
Es gibt kaum eine Phrase, die ich so gerne schreibe wie die Folgende: Auf dem neuen Hellsaw Album "Cold" ist der Name Programm, was den Hörer hier erwartet ist eine kalte Dusche aus Musik gewordener Kälte und eben all den Dingen, die Hellsaw zu Hellsaw machen. Da die Band nun mit "Cold" ihr mittlerweile drittes Langeisen herausbringt, kann ich ja eigentlich direkt ins kalte Wasser springen und die übliche Bandvorstellung überspringen.

Hellsaw haben meiner Ansicht nach eine relativ beeindruckende Progression hinter sich. War der Erstling "Spiritual Twilight" noch in die Kategorie gut zu stecken, so war zum Nachfolger "Phantasm" hin meiner Ansicht nach eine merkliche Steigerung der musikalischen Darbietung zu erzeichnen, auf "Cold" setzt sich dieser Trend den Vorgänger zu übertreffen meiner Ansicht nach weiter fort. Mit "Cold" präsentieren Hellsaw sich wiederrum ein Stück weiterentwickelt und haben dennnoch nichts von dem, was sie in der Vergangenheit ausgezeichnet hat verloren. Besonders die geschickt arrangierten Clean- und Akustik-Parts, die das Vorgängeralbum meiner Ansicht nach auszeichneten, sind wieder präsent, jedoch sparsam eingesetzt und dadurch atmosphärisch bereichernd erscheinen diese keinesfalls altbacken, sondern viel mehr wie ein legitimier Rückgriff auf das eigene musikalische Erbe, wobei Hellsaw die Nutzung von Clean-Riffs keinesfalls erfunden und auch nicht patentiert haben.
Doch was in meinen Augen das Album wirklich auszeichnet sind gekonnt eingesetzte Breaks und Fills, in denen nur die Gitarre spielt, der Rest der Instrumente schweigt und dann mit der Zeit ein langsames, zermürbendes Schlagwerk einsetzt, welches sowiso noch ein paar Worte verdient hat. Das Schlagzeug ist ein weiterer Pluspunkt, der zum Kauf des Albums animiert, findet Svart, der Mann hinter den Trommeln. Dieser immer wieder die passende Untermalung für das sonstige musikalische Geschehen und bringt somit eine weitere Menge an Abwechslung mit hinein. Abwechslung, die vielen anderen Bands leider entgeht, da sie sich einfach auf Blastbeats und ähnliche Zutaten verlassen und keinen Mut zur Variation aufweisen.

Möchte man also eine Bestandsaufnahme von "Cold" machen, so findet man einerseits das, was man von Hellsaw erwartet, herausragende Riffs, besonders Fills und Breaks, abwechslungsreiches, innovativ gespieltes Schlagwerk, schöne, cleane Momente und als Dreingabe eine kleine Prise Inspiration aus Richtung Satyricon. Wem das nicht reicht, um hier zum Portmonee zu greifen, dem ist auch nicht mehr zu helfen, wie der Name Hellsaw auf dem Silberling schon vermuten lässt, kann ich hier nur eins Aussprechen und das ist eine absolute Kaufempfehlung.




Tracklist:


01. A Suicide Journey
02. The Black Death
03. Der Harzwald
04. 1F
05. Cold Aeon
06. Psycho Pastor
07. Sulphur Prayer
08. I Saw Hell
09. Eyes of Ice
10. Moonrites Diabolicum
11. Ache
12. Subterranean Empire
13. Wounds


Bandkontakt:


http://www.hellsaw.com/

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Asgrimm

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