Odal - Zornes Heimat (2009)

OdalStil: Black Metal

Label: Christhunt Productions

Punkte: 11/13

Spielzeit: 51:04

Mit reichlich Verspätung von circa einem Jahr werfen auch wir einen Blick auf Odal's aktuellen Langspieler "Zornes Heimat".
Taaken ist also wieder zurückgekehrt zu seinen Wurzeln, zurück zu seinem Hauptaugenmerk, zurück an die Quelle seiner dunklen Kunst, die er in unzähligen Rollen auslebt und die ihren Ursprung hat in Odal - einer der namhaftesten deutschen Black Metal-Bands der Gegenwart.

Und wer Odal kennt, der weiss, was ihn auf "Zornes Heimat" erwartet.
Wie für den Albumtitel geschmiedet legen sich Taaken und seine Mannen ins Zeug und bieten einen amtlichen Klumpen Hass und Aggression auf, der sowohl melodischer wie gleichzeitig auch entschlossener erscheint als noch seine kongenialen Vorgänger "Sturmes Brut" und "...wilde Kraft".
Überhaupt spielen die Thüringer in einer sehr exklusiven Liga, was sich schon im Songwriting widerspiegelt - wo manch andere Truppe nach wenigen Songs bar jeder Idee abzusaufen droht, klöppeln Odal sieben völlig eigenständige Kapitel auf die Scheibe, denen jeweils ein eigener, mystischer Zauber innewohnt.
Zumeist sind es, wie zu erwarten war, die Gitarren, die den Individualismus der Singspiele formen und mittels atmosphärischer Melodiebögen eine düster-romantische bis abgrundtief böse Stimmung in den taumelnden Reigen bitterkalten Schwarzmetalls haken und zu keiner Sekunde der eigenen Übergewichtung zum Opfer fallen, sondern als tapfere Felsen in der Brandung aus dauerfeuerndem Schlagzeug und der brachialen Schreistimme jedem Wellenbrecher den Rang ablaufen würden.
Ganz gleich welchem Stück man sein Ohr leiht, Odal überzeugen in unheimlich souveräner Manier.
Besonders der Mittelteil des Albums - "Tosende Flut", "Feuers Kraft" und "Tausend Wüsten" - macht Laune und markiert einen der Höhepunkte der Bandhistorie.
Hätte man der Platte nun noch das i-Tüpfelchen verpasst und eine stimmige Bassspur eingearbeitet (der Tieftöner dröhnt streckenweise doch arg störend durch die Botanik), wäre "Zornes Heimat" tatsächlich eine Suppe ohne Haareinlage gewesen.

Trotz dieser subjektiven, noch zu erledigenden Hausaufgabe halte ich eine echte Granate in Händen, die wohl schon jeder Schwarzmetaller in seiner Sammlung hat.
Sehr nett von Taaken, dass er uns doch noch einen Einblick in seinen Neuling gewährt hat... was lange währt, wird endlich gut... und hat sich gelohnt!




Tracklist:


01. Brennender Himmel
02. Tosende Flut
03. Feuers Kraft
04. Tausend Wüsten
05. In Wolken zerwühlt
06. Grau mit finstrer Gestalt
07. In kalten Zornes Heimat


Bandkontakt:


http://www.odal-horde.de

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Bluttaufe

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