Heartless - Suicidal Engagement (2009)

HeartlessStil: Black Metal

Label: Pest Productions

Punkte: 5/13

Spielzeit: 48:24

Pest Productions, die Depressive-Spezialisten aus China, haben mit Heartless (ebenfalls aus China), eine Ein-Mann-Band im Programm, die ein Exempel dafür statuiert, dass es sich im Endeffekt nicht lohnt, jedes x-beliebiges Grüppchen unter Vertrag zu nehmen, bloss um eine hohe Veröffentlichungs-Schlagzahl zu erreichen oder beizubehalten.
Erstmals Zeuge der Ausbaufähigkeit von Heartless darf ich dank vorliegendem Tonträger sein; die Rede ist vom Debut-Langeisen "Suicidal Engagement".

Kopf und alleiniger Aktivist hinter der Band ist ein gewisser Lu, der bisweilen von seinem Kameraden Sandman Wang unterstützt wird - leider nicht in ausreichendem Masse.
Meister Lu zählt nämlich zu denjenigen Musikanten, die sich gerne am vorsätzlichen und notwendigen Minimalismus sowie der engstirnigen Einschienigkeit des Depressive Black Metal verstecken, um kreative Luftlöcher zu cachieren und sich selbst einen kompositorischen Blanko-Ablass zu verschaffen, denn wo andere ambitionierte Truppen an der simplen Tiefgründigkeit feilen und mit einfachsten Mitteln mitreissende Klangbauten kreieren, begnügt sich der Chinese mit prägnanter Oberflächlichkeit.
Ich will nicht verleugnen, dass auch hierbei durchaus ansprechende Tonfolgen das Licht der Welt finden, unterm Strich gerät es aber doch zur Herausforderung, den Stücken aufmerksam zu lauschen - Gipfel der Langweiligkeit ist wohl der Track "The Time", in dem sich wohl die Zeiger einer Uhr vertont wiederfinden sollen.
Auch der Opener "Epicedium" ist ein Schlag ins Wasser par excellence, denn ausser völlig taktuntreuen Gitarrenschrammeleien wird hier nichts geboten.
Weshalb Heartless trotz aller Makel einige Punkte einfangen können, liegt an der Stimme Lu's, die wahrlich abgöttisch klagend klingt und den Nagel der Depression mit voller Wucht auf den Kopf trifft - das gefällt!

Kein Knallkörper also, der uns aus dem fernen Osten nahegebracht wird.
"Suicidal Engagement" erstickt an seiner Belanglosigkeit und steht der Diskographie von Pest Productions nicht gut zu Gesicht - man hätte sich über diesen einheimischen Freundschaftsdienst besser noch den einen oder anderen Gedanken gemacht, ehe man zum Urteil der Marktreife gelangt ist.
Ich persönlich empfehle, von diesem Album die Finger zu lassen, es sei denn, man zählt zur Gattung der Allessammler.




Tracklist:


01. Epicedium
02. As The Plague Came
03. Journey To Eternal
04. Point Of No Return
05. Funeral Of The Soul
06. Sadism
07. The Time
08. Suicidal Engagement
09. Outro


Bandkontakt:


http://www.myspace.cn/heartlesscnofficial

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