Nachtvorst - Stills (2009)

NachtvorstStil: Black Metal

Label: Black Devastation Records

Punkte: 8/13

Spielzeit: 47:29

Die Holländer von Nachtvorst sind mir bislang noch nicht untergekommen, da ich kein Demo-Sammler bin und auch sonst nur wenig Aufmerksamkeit für Demo-Produktionen übrig habe.
Einzig bekannt ist mir, dass Schreihals Erghal, seines Zeichens Bandleader der Depressive Black Metal-Dampfwalze Eindig, hier mit von der Partie ist und dem Debut "Stills" sein zartes Stimmchen geliehen hat.
Das zweite Mitglied trägt den Namen Leopold, ist für die Instrumentierung des Albums zuständig und ansonsten an keiner weiteren Wirkungsstätte anzutreffen.

"Stills", das unter dem Banner der deutschen Schwarzmetallschmiede Black Devastation Records an die Öffentlichkeit gerät, gleicht sich thematisch den vorgenannten Eindig an und befährt eine recht konservative Schiene depressiven Schwarzstahls.
Die schleppenden Melodien wecken schnell Assoziationen zu einem aktiven Vulkan, dessen Lava sich Nachtvorst-ähnlich zähflüssig und doch unaufhaltsam ins Tal beziehungsweise aus den Boxen wälzt und dabei nicht allzu viel Leben dulden kann.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die gebotene Kost nur schwer verdaulich und daher nicht für empfindliche Mägen geeignet ist, ein Fakt, der durch die unangenehm konsequente Abstinenz kreativer Elemente besonders auffällt.
Lediglich der Track "Wandering" tanzt ein wenig aus dieser Reihe, da hier die grösste Ansammlung von Energie, Sturm und Drang zu finden ist - eine astreine Black Metal-Keule, die jegliche Depression über Bord wirft.
Wie auch die übrigen vier überlangen Kompositionen hat aber auch "Wandering" mit der schwachen Produktion zu kämpfen, die permanent einen Vorhang vor das muntere Treiben zieht und Klarsicht wie Transparenz erstickt.

Da ich mir seinerzeit das Eindig-Debut recht interessiert zu Gemüte geführt habe, bin ich im Falle von "Stills" schon ein wenig enttäuscht von Erghal und auch seinem Kameraden Leopold, denn der Versuch, den Spagat zwischen Depressive und Raw Black Metal zu schaffen, scheitert an vielen Kleinigkeiten.
So ist es weder mangelhaftes Handwerk, noch die Vokalarbeit, noch die Intention an sich, die dem Album das Leben schwer macht, sondern vielmehr das Verzetteln in über zehnminütigen Liedern, die nicht in der Lage sind, den Spannungsbogen aufrecht zu halten.
Unterm Strich bleiben dennoch zahlreiche Wertungspunkte für den Untergrund-Faktor, die üppige Spielzeit und das gleichermassen schlichte wie wirkungsvolle Äussere von "Stills".




Tracklist:


01. Dawn Of End
02. Murmurs
03. Stills
04. Wandering
05. Epitaph


Bandkontakt:


http://www.myspace.com/nachtvorst666

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