Dew-Scented - Invocation (2010)

Dew-ScentedStil: Death / Thrash Metal

Label: Metal Blade

Punkte: 7/13

Spielzeit: 45:55

Also, beim Blick auf das Cover verstärkt sich mein Eindruck, dass Endzeit-/Kriegsbilder und Gasmasken in letzter Zeit wieder total "in" sind und mir langsam aber sicher zum Halse raus hängen.
Was soll man über Dew-Scented noch sagen? Gibt es Metaller, die sie nicht kennen?
Falls dem so ist, sie sind eine Thrash Institution, die immer mal wieder mit dem DM liebäugelt und eine Bandgeschichte von 17 Jahren und acht Alben vorzuweisen hat. Obwohl sich vor knapp zwei Jahren bis auf Sänger und Bassist das komplette Line-Up geändert hat, klingen sie nicht anders, allenfalls frischer und verspielter denn je.
Das Organ des Sängers ist und bleibt rau, heiser und kraftvoll, doch vom Geschmack her nicht ganz das meine.
Produktionstechnisch wurden keine Experimente gemacht, sondern wieder Jörg Uken ins Boot geholt. Daher ballern einem fette, glasklare Songs um die Ohren, die mir jedoch irgendwie zu glatt erscheinen, ein paar mehr Ecken und Kanten hätten dem Silberling bestimmt gut gestanden.

Musikalisch übertrifft das Album meiner Meinung nach zwar die Vorgänger, kommt aber nicht aus dem Bereich "gut und solide" heraus.
Neu und interessant sind das Intro und Nummer sieben, ein Interlude, welche unerwartet ruhig aufwarten und jeweils perfekte Einleitungen zu den folgenden Liedern darstellen. Das Titelstück mit seinem starken Solo ist eines der abwechslungsreichsten, dank Tempowechsel und Melodien. "Revel In Contempt" hat gut eingearbeitete Samples und ist ein Groovemonster vor dem Herrn. Der letzte Track "Slaves Of Content" bildet einen super Abschluss für die Platte, da er sich von der seichten Melodie zu Beginn zum Hit des Albums mausert und durch die exzellenten Soli und Nacken brechenden Grooveattacken wahrlich Lust auf mehr macht. Leider ist es der einzige Song, der die Band auf ein "höheres Level" hievt.

Fazit: Dew-Scented liefern wie gewohnt ein gutes Stück Schwermetall ab, doch können anscheinend selbst mit neuem Line-Up nicht die Ketten sprengen, die sie daran hindern über sich selbst hinaus zu wachsen. Ich wünsche ihnen, dass sie nun jedoch das schwächste Glied gefunden haben, um sich im nächsten Anlauf zu befreien und auch so zu klingen.




Tracklist:


01. Downfall (Instrumental)
02. Arise From Decay
03. The Invocation
04. Have No Mercy On Us
05. Artificial Life
06. Condemnation
07. Totem (Instrumental)
08. Torn To Shreds
09. Revel In Contempt
10. A Critical Mass
11. Global Hysteria
12. Slaves Of Consent


Bandkontakt:


http://www.dew-scented.de/

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