Darkane - Insanity (2003)

DarkaneStil: futuristischer Thrash

Label: Nuclear Blast

Punkte: keine Wertung

Spielzeit: 48:54

Mag ja sein, dass Darkane mit Insanity erst ihr zweites Album abliefern (Rusted Angel hiess das erste). Aber nach diesem Absatz werdet Ihr die Band bedeutend besser einzuordnen wissen, als Ihr auf Anhieb vielleicht vermutet hättet. Da gab's doch vor ein paar Monaten ein Thrash Projekt aus Helsingborg namens Terror2000 (Scarlet Music), dem zwei Mitglieder von Soilwork (Nuclear Blast) angehörten. Richtig gelesen, Soilwork, diese melodic Thrashgranate, über welche ihr kürzlich hier lesen konntet. Wen wundert's da, dass deren Jungs mittlerweile auch fest in die helsingborgschen Szene eingebettet sind? Niemand. Doch damit noch nicht genug. Nuclear Blast schieben nach Soilwork's A Predator's Portrait nun mit ziemlich kurzem Abstand eine ähnlich ausgerichtete Platte nach, nämlich Insanity von Darkane, eine Band, die, ihr werdet's kaum glauben, ebenfalls aus Helsingborg kommt und übrigens zudem noch einen Gitarristen für das Terror2000 Projekt gestellt hat. Darkane wiederum ist aus einer Thrashtruppe namens Agretator entstanden (welche natürlich auch in Helsingborg ansässig gewesen ist). Agretator wurden ihrerseits ...... sag mal, was treiben diese Helsingborger eigentlich den ganzen Tag? Wahrscheinlich hocken sie dauernd zusammen und überlegen sich ausgeflippte Sachen wie: "Höite is Elkdag, wir benännen unsere Bänd um. Und Du gähst zu denen da drüben spielän, und ich geh zu die Bänd wo Du vorhär warst. Und Mittwoch machen wir ein Projäkt, okei?"

Aber nun zu Darkane selbst. Ihre absolute Lieblingsband heisst Mesuggah, aber auch für Devin Townsend's Strapping Young Lad haben die Schweden ziemlich viel übrig. Diese beiden Vorlieben sowie Producer Daniel Bergstrand (der sowohl schon Mesuggah wie auch Strapping Young Lad unter seinen Fittichen hatte) ergeben eine fast schon logische Mischung aus derbem Thrash, melodischen Teilstücken, ein paar Groovesections, kreischenden Genre Vocals und zahlreichen, halbmelodischen Gesangslinien. Ein starkes Flashback erfasst diejenigen, die Strapping Young Lad's Killeralbum City im heimischen Regal stehen haben, denn zahlreiche der futuristischen Vocaleffekte sowie einige blastigen Bombastpassagen in den Darkane Songs erinnern verdächtig stark an Dewin Townsend's Wirbelwindprojekt, das wohl leider keine Fortsetzung finden wird. Böse Zungen werden behaupten, diese Sounds seien schlichtweg bei Strapping Young Lad geklaut, ein Kritikpunkt, den Darkane kaum stören wird, denn es war schon bei Rusted Angel ein klares Ziel gewesen, sich zukünftig noch weiter der zuvor genannten Band anzunähern.

Um nochmals auf Soilwork zurückzukommen. Thrash ist der Ursprung beider Bands, aber Darkane gehen mit ihrer Interpretation davon sehr viel aggressiver (und daher natürlich auch thrashiger) zu Werke. Gitarrentrürülü und "sing-mit-mir" Stücke findet Ihr auf Insanity weniger. Mit dem Begriff futuristischer Thrash ist man da bestimmt besser bedient. Der absolute Earcatcher auf Insanity heisst sicherlich Third (den könnt Ihr übrigens auf der Webseite der Band antesten). Aber um Euch eine umfassende Meinung über Insanity bilden zu können, werdet Ihr mal in das Album hineinhören müssen. Wer mit agressivem und gleichzeitig leicht melodischem Thrash etwas anfangen kann und nebenher vielleicht auch noch ein Herz für Strapping Young Lad hat, den wird Insanity glücklich machen. Aber natürlich sind hier auch Liebhaber von The Haunted, Night In Gales oder ähnlichen Acts gefragt. Da Darkane über Nuclear Blast in die Läden kommen werden, wird sicherlich jeder die Möglichkeit haben, mal kurz in Insanity reinzuhören. In diesem Falle könnte man Pile Of Hate als Anspieltip vorschlagen. Wem dieser Track nicht zu schräg ist, den kann auf Insanity nicht mehr viel überraschen.

Ach und nochwas. Wenn ihr daheim mal wirklich die Sicherungen aus dem Stromkasten rausfliegen lassen wollt, dann packt Euch gleichzeitig noch City von Strapping Young Lad ein. Dieses apokalyptische High-Tech Spektakel ist eines der aussergewöhnlichsten Alben der elektronisch-metallischen Musikverbindung, heute wie vor 4 Jahren, als es erstmals auf die Menschheit losgelassen wurde.




Tracklist:


01. Calamitas
02. Emanation Of Fear
03. Third
04. Impure Perfection
05. Hostile Phantasm
06. Psychic Pain
07. 000111
08. The Perverted Beast
09. Distress
10. Inauspicious Coming
11. Pile Of Hate
12. Inverted Spheres



Bandkontakt:


http://www.darkane.com/

Ähnliche Bands

Carnal ForgeDimension ZeroDew-ScentedThe HauntedNightrage

Kommentar schreiben


Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.
Bist du noch nicht registriert? Du kannst dich hier gratis registrieren.

Weiteres von Darkane

Kritik: Darkane - Layers of Lies

Bericht: Interview: Abenteuerurlaub im Aufnahmestudio

noch mehr...!

Netzwerke


Nutzerwertung

Bitte loggen Sie sich ein, um abzustimmen.

Es hat noch niemand abgestimmt.

Verfasser

Autor
The Renewal

Bookmark setzen

 @ to Google Bookmark  @ to bloglines  @ to newsgator  @ to digg  Bookmark @ del.icio.us  Bookmark @ Mister Wong  Bookmark @ isio.de  Bookmark @ reddit  Bookmark @ blinklist  Bookmark @ technorati  @ to blogmarks

Toolbox

Artikel Drucken Artikel Drucken
Artikel Kommentieren Kommentieren
Artikel zu Favoriten Zu Favoriten
>> Anmeldung nötig

Partner



© Schwermetall.ch