Harkonin - Detest (2011)

HarkoninStil: Black/Thrash Metal

Label: Battlegod Productions

Punkte: 8/13

Spielzeit: 01:04:36

Seit gut neun Jahren treiben die Amis von Harkonin nun ihr Unwesen im musikalischen Untergrund. Mit "Detest" legen sie ihren vierten Langspieler vor. Der Stil bleibt eher treibender als rasender Schwarzmetall mit Thrash-Komponenten und vorrangig grunzendem Gesang. Dabei ist das Kreischen so markerschütternd fies.
Von der ersten bis zur letzten Sekunde steht die alte Schule des Metal Pate ohne sich aufzudrängen.
Die Produktion ist bezüglich Transparenz und Druck moderner Standard, hätte aber, nach meiner Auffassung, mehr Höhen bzw. allgemeinen Knallfaktor besitzen dürfen. Schon zu diesem Zeitpunkt lässt sich absehen, dass "Detest" eine sehr durchwachsene Scheibe ist.

Wären die ersten beiden Nummern noch ein Grund von Langeweile und Monotonie zu sprechen, revidiert sich dieses Bild bis auf wenige Überbleibsel im weiteren Verlauf. "Chaos Anthem" ist ein Paradebeispiel für groovig einnehmendes Riffing, welches im Mittelpart von Trommelwirbeln, technischen Läufen und durchgetretenem Gaspedal bewusst zerrissen wird, um im Nachhinein mit voller Wirkung dorthin zurückzukehren. Durch seine, für Harkonin Verhältnisse, schnelle Spielart, netten Double-Bass-Spielereien und dem zweistimmigen Refrain, welcher Grunzen und Kreischen in einer entsetzlich bestialischen Verschmelzung in Perfektion präsentiert, ist "The Sleeper Has Awakened" ein Anspiel-muss!
Spätestens mit "Black Storm Jackals" weisen sie den Vorwurf der Langeweile explizit von sich. Mit Bassläufen, einem langen wie spannendem Solo und gelungenen Arrangements drumherum liefern sie ein Mammutstück von fast elf Minuten ab, welches es zu geniessen gilt.
Bis zum Titeltrack folgen nun wieder durchschnittlichere Lieder. Für die Wartezeit entlohnt "Detest" aber allemal. Schon die unverzerrte Gitarre bannt den Hörer, damit Harkonin ihre volle Grösse in einer schleppenden Ballade mit flottem Thrash Metal-Ausbruch im letzten Drittel unter Beweis stellen können.

Fazit: Auch mit ihrer vierten Langrille spielen sie sich nicht in die Führungsriege der Schwarzstahl-Zunft. Dennoch bieten sie dem Hörer weit mehr als viele Vergleichbare. Wer extreme Musik nicht nur an den Schallmauerdurchbrüchen misst, sollte hier mal ein Ohr riskieren. Einen Bonuspunkt gibt es für die Gesamtspielzeit von fast 65 Minuten.




Tracklist:


01. Into Oblivion
02. Ruled By Tyrants
03. Chaos Anthem
04. Insurrection
05. The Sleeper Has Awakened
06. Black Storm Jackals
07. Spiritual Hypnosis
08. Exhauster Of Souls
09. Disease
10. Detest


Bandkontakt:


http://harkonin.com/blog/

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