Hateful Agony - Existence Is Punishment (2001)

Hateful AgonyStil: Thrash Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 7/13



Nach dem vor einiger Zeit mit "kotzüblem" Cover erschienenen Demo "Alcoholocaust" gibt es nun professionell verpackt und mit ganz schönem Cover, das zwar eher etwas an Death Metal erinnert, die CD "Existence Is Punishment" von den München-Thrashern Hateful Agony zu haben.

Es geht gleich satt los: Mit "Psycho Killer" lässt man den Knüppel gleich aus dem Sack. In alter Kreator Manier wird so richtig losgethrasht. Der Text - man erkennt's schon am Titel - handelt von einem Mörder und ist... aus der Ego Perspektive geschrieben! Zeilen, wie "I piss on your grave" zeigen, dass es Tom mit der Moral nicht so hat. - Gut so!

So klassischer Thrash ist mir schon lange nicht mehr zu Ohren gekommen. Aber irgendwie kann ich mit dem Sound der Stimme des nächsten Songs nicht viel anfangen. Sie ist einfach zu undeutlich und unregelmässig. Dafür fährt der langsamere, schwere Part mit der schrill melodiösen Gitarre total gut ein! Die Lyrics: Es geht um das Elend in dieser Welt. Wieder in der Ich-Perspektive gesungen, erfährt man, dass der Tod eine endlose Freiheit bedeuten soll.

Nun, das nächste Lied lässt den Hörer durch einen extremen Stereoeffekt der Stimme(n) erschauern. Mir will dies jedoch nicht richtig gefallen, denn die Stimmen sind nicht exakt sinchron. Trotzdem macht der Refrain echt Spass. Mit "Off with their Heads" nimmt die Songqualität meiner Meinung nach etwas ab. Die abgehackten Worte zu beginn mögen mich genauso wenig zu überzeugen, wie die Drumarbeit. Dieser Song hat mir vielleicht auch nur zu wenig Eingängigkeit. "Nothing's Changed" beginnt mit einem hallenden Urschrei und erinnert mich etwas an Testament. Auch hier muss man sich schon einige Zeit nehmen, damit der Song ein echtes Bewusstsein erlangt. Er ist aber schon wieder besser, als "Off with their Heads", kann aber trotzdem nicht an die Qualität der ersten drei Songs anknüpfen. Ganz im Gegensatz zu "Violent Domination", ein aggressives, aber doch eingängiges Stück, vor allem durch den starken Refrain und den langsameren Teil in der Mitte des Liedes. Der Text lässt hier einige Interpretationen zu.

"Hell on Earth" ist schliesslich im schnellen Midtempobereich anzusiedeln und besticht mit coolem Bass (in einem Zwischenteil), hat aber leider auch ein Hauch von Punkeinflüssen.

Gesamthaft können vier bis fünf der acht Songs echt überzeugen, die anderen fallen leider etwas ab. Aber ein Thrashfan der alten Schule sollte durchaus mal ein Ohr riskieren.




Bandkontakt:


matt@hatefulagony.de
http://www.hatefulagony.de/

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