Horns Of Hattin - De Veritate (2011)

Horns Of HattinStil: Death Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 11/13

Spielzeit: 44:31

Selten habe ich eine so toll aufgemachte Eigenproduktion in der Hand gehalten. Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht. Ein Digipack liegt vor mir im etwas höheren Format, qualitativ absolut hochwertig, was Druck und Pappe angeht. Klappt man das feine Teil in der Mitte auf, ist, sauber eingesteckt, tatsächlich ein Textblatt in Posterformat zu finden. Auf der einen Seite die Texte, auf der anderen ein Konterfei der Musiker, Layouttechnisch ebenfalls in der oberen Liga zu finden. Dementsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen, ob der eigentlich wichtigere Inhalt, die Musik, der Verpackung entspricht, oder ob hier Etikettenschwindel betrieben werden soll. Also rein in den Player:

Eine musikalische Enttäuschung ist das Album der Österreicher definitiv nicht. Abwechslungsreicher, meist melodischer Death Metal wird geboten, wobei man das Attribut "melodisch" weder auf traditionellen Schweden-Death, noch auf neue In Flames Popmusik beziehen darf. Bei Horns Of Hattin bedeutet melodisch, dass im allgemeinen nicht geprügelt wird (obwohl sie z.B. in "Jerusalem" zeigen, dass sie auch das können), sondern meist eine Leadgitarre den Gesang unterstützt. Dazu bieten Horns Of Hattin eine volle Breitseite von allem, was das Herz des Metallers begehrt. Ausreichend Abwechslung, ohne frickelig zu werden, Melodie, Aggression, geile Riffs, akustische Gitarren, doppelstimmige Leads.

Auch der Sound lässt keine Wünsche offen, hatte man doch die Möglichkeit, "De Veritate" in Andy LaRocque’s Sonic Train Studios in Schweden mixen und mastern zu lassen.

Sehr deutlich merkt man, dass die Mannen in der Band keine Jungspunde, sondern erfahrene Musiker sind, als Ex-Bands werden Vargsriket, Final Aphorism, Cryosphere, Avathar und Seeds Of Sorrow genannt. So überraschen auch gelegentliche Jazz-Einflüsse und professionelle Samples nicht. Letztere dienen jedoch immer dem Song und stellen ihn in seinen historischen Kontext. Denn Geschichte im Allgemeinen und Schlachten im Besonderen (daher auch der Bandname) sind die lyrischen Themen.

Was mich zum Schluss lediglich noch umtreibt, ist die Frage, warum noch kein Label die Truppe unter Vertrag genommen hat. Aber bis das passiert, sei euch noch die Chance gegeben, das komplette Album auf der Webseite der Band zu streamen und für lächerliche 10 Euro die CD zu kaufen.




Tracklist:


01. Vesania
02. Montségur
03. Cypher King
04. Inquisitor
05. Tryst (Instrumental)
06. Friday 13th
07. Jerusalem
08. Sittah
09. 1187


Bandkontakt:


info@hornsofhattin.com
http://hornsofhattin.com/

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