Nothnegal - Decadence (2012)

NothnegalStil: Melodic Death Metal

Label: Seasons Of Mist

Punkte: 7/13

Spielzeit: 40.46

Wo die herkommen, gibt es Sommer, Sonne, Palmenstrände und kristallklares Meer. Mal ehrlich, wer von euch hätte gedacht , dass es im islamisch geprägten Urlaubsparadies, den Malediven, überhaupt eine Melodic Death Metal Band gibt? Tja, Nothnegal belehren uns eines Besseren!

Die Bandgründer und Brüder Hilarl und Fufu stammen aus der Hauptstadt Male. Sie werden unter anderen von Keyboarder Marco Sneck (Kalmah, Poisonblack) und Drummer Kevin Talley (Chimaira, Dying Fetus) tatkräftig unterstützt. Nachdem der Erstling "Antitode Of Realism" durchaus gute Kritiken eingefahren hat, durften die Jungs unter anderem Konzerte für Finntroll und Rotting Christ eröffnen.

"Decadence" nennt sich der neuste Hoffnungsträger der Band. Das Keyboard rattert los und mit dem Opener "Salvation" wird sogleich eine düstere Atmosphäre geschaffen, in der Sänger Avo seine Death-Growls verzweifelt ins Mikro schreit. Das kommt mir sehr bekannt vor, die Sängerin von Arch Enemy (Angela Gossow) verfügt über ein ähnliches Stimmorgan. Doch damit ist es nicht abgetan. Avo kann auch anders, in den letzten Songs überzeugt er mit seinem melancholisch-doomigen Cleargesang. Diese beiden Lieder passen aber gar nicht ins Gesamtkonzept des Albums und verwirren mich schon etwas.

Dann komme ich mal zu dem absoluten Schwachpunkt des Albums, dem Tastendrücker. Ich habe wirklich nichts gegen Synthie-Einsätze, wenn sie gut platziert sind und nicht allzu oft vorkommen. Nothnegal schaffen es aber, das Keyboard praktisch über alle acht Songs durchgehend einzusetzen. Zeitweise gelingt es Marco Sneck zwar, eine mystische Stimmung zu zaubern, dann aber herrscht das Keyboard mit seinen schrägen Tönen vor und macht die ganze Musik kaputt! Da werden durchdachte Gitarrensoli einfach mit komischen Synthie-Klängen übertönt und das geht mir schon nach kurzer Zeit mächtig auf den Sack - Hilfe!

Langweilig ist das Album nicht, die einzelnen Songs sind abwechslungsreich und beinhalten einen interessanten Stilmix aus Melodic Death, Industrial und Doom. Wenn auf "Decadence" nur halb so viele Keyboardtöne eingesetzt worden wären, hätte die Band bestimmt eine wesentlich bessere Benotung erhalten.

Ein kleines Wortspiel zum Schluss kann ich mir doch nicht verkneifen: sorgt gefälligst dafür, dass aus Nothnegal kein Notnagel wird!




Tracklist:


01. Salvation
02. Claymore
03. Janus
04. Decadence
05. Armageddon
06. R.A.D.A.R
07. Sins Of Our Creations
08. Singularity


Bandkontakt:


gunnar@seasons-of-mist.com
http://www.myspace.com/nothnegal

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