Haemoth - In Nomine Odium (2012)

HaemothStil: Black Metal

Label: Debemur Morti Productions

Punkte: 12/13

Spielzeit: 44:54

Haemoth sind eine Zwei-Mann-BM-Horde aus Frankreich. Horde deshalb, da sie vernichtender und marodierender aus den Boxen dröhnen als man einer zweiköpfigen Band unterstellen möchte.
Namentlich dürften sie dem einen oder anderen schon unter die Augen gekommen sein, da sie schon 1998 zusammenfanden und seit 2001 die Düsternis erklingen lassen.
Thematisch haben sie sich den alten Werten der Szene verschrieben. Als da wären Satanismus, Okkultismus und Misanthropie.
Wer neben diesem Review Interesse verspürt mehr über Haemoth zu erfahren, sollte mal einen Blick auf folgendes Interview werfen: http://www.schwermetall.ch/berichte/bericht120.php

Haemoth spielen weiterhin vom Hass angetriebenen BM, man siehe den Albumtitel "In Nomine Odium". Auf das Wichtigste reduziert ohne spartanisch zu sein. Ihre Kompositionen sind häufig der schnellen treibenden Art, verstehen aber kalte und rohe Elemente gleichfalls durch elektronische Unterstützung und taktlose abyssale Momente zu verbreiten. Gelegentlich stampft man auch durch die Dunkelheit. Dies ist jedoch mehr musikalisch auflockernd als massgeblich. Ein perfektes Beispiel für ein Lied, das alle genannten Elemente in sich vereint ist "Demonik Omniscience".

Ein starkes, gerade durch seine Langsamkeit herausstehendes Stück folgt auf Schritt mit dem Instrumentalkälteschock "Spiritual Pestilence". Wenn auch musikalisch anders fundiert, erweckt es ähnliche Emotionen wie Burzums "Filosofem".

Das längste, fast zehn Minuten währende Stück "...And Then Came The Decease" bildet den mehr als gelungenen Abschluss des neusten Brachialwerks von Haemoth. Die nur leicht angezerrte Gitarre, die den dunkel schleppenden Mittelteil einleitet, ist sozusagen der Anfang vom Ende. Ausklingende Verzerrungen paaren sich mit Keyboards, die Ekel und Gänsehaut im positivsten Sinn aufkommen lassen. Es scheint einem alten Horrorstreifen entsprungen und schliesst dann in einer musikalischen Abblende.

Fazit: Für Haemoth Anhänger ein MUSS! Für alle Unerfahrenen ein SOLL! BM in Vollendung, welcher dank der Produktion genau ins rechte Licht gerückt wird. Transparent genug, um alles Eingespielte fokussieren zu können. Dreckig genug, damit die Rohheit und Kompromisslosigkeit ihrer schwarzen Künste gehuldigt bleibt. Ganz klar eine Empfehlung!




Tracklist:


01. Odium(Instrumental)
02. Slaying The Blind
03. Demonik Omniscience
04. Spiritual Pestilence
05. Disgrace
06. Son Of The Black Light
07. ...And Then Came The Decease


Bandkontakt:


haemoth@yahoo.fr
http://www.lastfm.de/music/Haemoth

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