Mindreaper - Human Edge (...To The Abyss) (2012)

MindreaperStil: Death/Thrash Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 7/13

Spielzeit: 46:34

Mindreaper stammen aus Deutschland und leider muss ich gleich im ersten Satz anmerken, dass man es ihnen auch anhört. Die Texte werden zwar auf Englisch formuliert, doch ziemlich deutsch betont, was in den Ohren schon weh tut. Vor elf Jahren gegründet bringen sie es bisher auf ein unveröffentlichtes (2004), zwei veröffentlichte Demos und ihr Debüt-Album "Human Edge ...To The Abyss".
Ihr Death/Thrash Bastard wird leicht von Ersterem angeführt. Der Thrash Metal ist aber fast auf Augenhöhe.
So abwechslungsreich wie die Stimme zwischen Kreischen, Grunzen und Shouten variiert, so verspielt kommen die Gitarren und die Rhythmusfraktion rüber. Da dröhnt es gerade noch sehr dumpf und brachial, spielt man nur eine Sekunde später mit der zweiten Gitarre ein wirklich nettes und hohes Lead zur Auflockerung. Taktwechsel sind an der Tagesordnung und auch sonst entsteht keine Langeweile.
Auch bezüglich der Transparenz, Aussteuerung oder Wuchtigkeit des Sounds ist nichts einzuwenden. Mal wieder ein Beispiel für eine sehr gut selbst produzierte Platte. Eröffnet wird das Album von "Black Head" einem kraftvollen und treibenden Stück, dass für Mindreaper-Verhältnisse recht eintönig aufgebaut ist, gerade dadurch aber eingängiger ist als ein Grossteil des Albums und hervorragend in die Metalkneipe nebenan passen würde.

"Power Commandment" bietet schleppende und groovende Riffs, die teils nett abgehackt gespielt werden. Wirkt aber trotz gutem Solo und Effekten in der Stimme wie ein zähes Stück Fleisch.

Das beste Stück ist ganz klar "Erased Apocalypse". Es startet mit cleaner Gitarre, überträgt selbst in den langsamen Passagen die Energie auf den Hörer und bietet starke Melodien. Der Gesang erklingt dreckiger als sonst wo. Der Stimmeffekt, der hier kurz vor dem Solo genutzt wird, hätte nicht sein müssen, stört aber auch nicht.

Fazit: Das Instrumentale gefällt deutlich besser als der Gesang, was an der zu deutschen Betonung liegt. Es gibt einige gute Ideen und vor allem einen eigenständigen Sound. An der Eingängigkeit hapert es zum Teil, wird dafür jedoch nicht so schnell langweilig.
Alles in allem sehr durchwachsen. Gutes Mittelmass.




Tracklist:


01. Black Head
02. Cryophobia
03. Little Round Top
04. Power Commandment
05. Cataclysmic Fire
06. Seven Days
07. Absolute Zero
08. Steer On Demise
09. High Water Mark
10. Erased Apocalypse
11. Trust and Betrayal


Bandkontakt:


info@mindreaper.de
http://www.mindreaper.de/

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