Tulsadoom - Barbarian Steel (2012)

TulsadoomStil: Thrash Metal

Label: Nihilistic Empire Records

Punkte: 12/13

Spielzeit: 49:01

Als ich Tulsadoom im vergangenen Sommer zum ersten Mal auf der Bühne sah, dachte ich da steht eine Folk Metal Band. In prächtige Pelz- und Ledergewänder gehüllt schwitzten sie sich in der prallen Sonne einen Ast ab. Umso mehr war ich überrascht, als die Wiener ihren Instrumenten richtig thrashige Riffs entlockten und auch sonst eher tightes als gekünstelten Schlachtenepos zum Besten gaben.

Wenn man das Erstlingswerk "Barbarian Steel" einlegt, wird kurz ein Spannungsbogen aufgebaut, aber sehr schnell in einem hohen, vom Heavy Metal beeinflussten Schrei und frisch klingenden Gitarrenriffs aufgelöst. Und von da an geht es ab. Harte Riffs, kleine Fideleien vorwärtstreibende Schlagzeugparts und ein Gesang im Tom Angelripper-Stil dominieren elf abwechslungsreiche Stücke.

Bei Tulsadoom hat man zum Glück auch nach einer halben Stunde immer noch nicht das Gefühl immer wieder den selben Song mit leichten Änderungen zu hören. Auch wenn man immer schön dazu bangen kann, beweisen die Musiker genügend Einfallsreichtum um den Hörer bei der Stange zu halten. Manches schlägt dabei in die Kerbe von Motörhead, anderes wieder eher in die klassischer Thrash Metal Bands wie Sodom.

"The Hammer Of Thorgrim" passt dann mit seinem Sample und seinen ausgedehnteren Männerchören schon eher in die Schlachtenmetal-Schiene. Aber auch hier ist kein verschnörkelter Folk Metal in Sicht.

Wirklich gut kommen auch die Männerstammtischbrüll-Refrains rüber. Man könnte auch Männerchor sagen, aber das trifft es einfach nicht ganz. Auf jeden Fall lässt sich dazu schön mitsingen und es bleibt im Ohr hängen, was live wirklich was hermacht. Schade, dass ich beim letzten Konzert die Scheibe noch nicht kannte, aber der nächste Auftritt kommt bestimmt. Nach dem Festival-Sommer ist vor dem Festival-Sommer. Und ich habe so das Gefühl, dass die Jungs echt gerne live spielen.

Einerseits hoffe ich, dass man auf die zweite Scheibe keine fünf Jahre mehr warten muss, andererseits, wenn dann so etwas dabei herauskommt, ist es die lange Wartezeit wert.




Tracklist:


01. The Glory Of Thulsa Doom
02. Attack The God Of The Four Winds
03. Fuck The God Of The Four Winds
04. Doomrider Madness
05. Barbarian Beer Attack
06. The Hammer Of Thorgrim
07. Barbarian Bitchfuck
08. Virgin Penetrator
09. Tulsaride
10. The Gateway


Bandkontakt:


http://www.myspace.com/tulsathrash

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