Human Bastard - You're Lost (2001)

Human BastardStil: Thrash Metal

Label: Eigenproduktion

Punkte: 8/13



Erstmal musste ich zweimal auf das Cover des ersten Demo-CD-Outputs "You're Lost" der Düsseldorfer Human Bastard blicken, denn da hat sich doch tatsächlich ein Kreuz (und nicht etwa ein verkehrtes) drauf verirrt. Nun, mein erster Gedanke war: "Ach jo.... wieder einmal eine christliche Metalband". Aber das Kreuz stellte sich mittlerweile als Ironie heraus: im Hintergrund werden nämlich zahlreiche Krankheiten aufgelistet - und dazwischen immer wieder: "the holy cross". Das Kreuz ist also ebenfalls ein Symbol für eine Krankheit!

Nun aber zum musikalischen Inhalt des Demos. Bevors richtig losgeht, kommt mir noch ein kürzeres Intro zu Ohren, welches spannungsaufbauend wirkt - aber dann: deftiger 80er Thrash! Besonders im Refrain des Titelsongs ergänzen sich die Voice und die Musik in Form eines starken Riffs mit heftigen Drums super. Ansonsten ist das ganze recht schnell und zum Mitbangen absolut geeignet. Aber hier fällt leider auch die Produktionsqualität auf, die nicht gerade glänzend ist: Das Schlagwerk ist anfangs zu laut und der Bass sehr vordergründig und brummend. Aber der Gesang von Rudi ist absolut oberstark: saftig fleischig und kreischend aggressiv! Ausserdem spannend ist der kurze Teil, bei dem seine Stimme funkgerätartig vertont rüberkommt. "Not you... Bastard" beginnt dann nicht mehr so schnell, aber schon bald gehts mit dem bekannten Eilzug weiter. Immer noch american thrashig, aber durch einige moderne Elemente verfeinert, wird hier auch eine ausgefülltere Stimmung erzeugt. Dann folgt "Human B.", das zu beginn sogar Death Metal ähnliche Gitarrentiefen aufweist und wieder etwas langsamer beginnt, bevor sich das Tempo steigert. Trotz coolen Riffs ist dieser Song nicht mehr ganz so eingängig, wie die beiden Vorgänger, kann aber mit einem schrägeren Teilstück und teilweise verzerrter Stimme trotzdem überzeugen.

Den Abschluss bildet "Hero"; ein kraftvolles Stück, welches zeitweise etwas eintönig ist, weil immer wieder das gleiche Riff und der gleiche Akkord zum Einsatz kommen. Trotzdem sind es coole Breaks, die das Lied doch noch aufwerten.

Textlich geht es, wie die Jungs selbst sagen, um Realitätsbewältigung, obwohl mir der Text eher als füntes Instrument denn als lyrischer Exploit eingesetzt erscheint. Schade, dass You're Lost nur vier Tracks enthält, ich hätte gerne mehr von diesem zwar nicht allzu eigenständigen, aber sehr intensiven Sound gehört!




Bandkontakt:


http://www.humanbastard.de/

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