Shining - Everyone, Everything, Everywhere, Ends (2015)

ShiningStil: Progressive Metal

Label: Season Of Mist

Punkte: 8/13

Spielzeit: 39:36

Niklas Kvarforth’s Popdiva-Marketing-Skandal-Gehabe geht mittlerweile der gesamten Metalgemeinde so stark auf den Keks, dass der Schwede gehörig an Glaubwürdigkeit eingebüsst hat. Seine plakativ provozierende Art und sein Arschloch-Getue machen ihn zu menschlichem Abschaum, der aus persönlicher Sicht 2006 am besten für immer verschwunden wäre. Niemand hätte ihn als Ghoul gebraucht.
Es geht in diesem Kurzplädoyer nicht im Geringsten um moralische Vorwürfe an einen Sauhund. Denn wer sich von seinen Aufrufen zum Suizid und seiner sadistischen Art unterkriegen lässt, ist ganz einfach selber schwach. Es geht vielmehr darum, das Niklas ein Lügner der Popularität wegen ist.
Schon gar nicht geht es jedoch um negative Kritik an seinem Werk. Denn wenn diesem Backofenvorheizer etwas nicht abgestritten werden kann, ist dies seine musikalische Genialität.

Auch bei seinem neunten Volllängewerk ist dem Komponisten die Genialität nicht abhanden gekommen. Natürlich kommt kein Werk mehr an "Within Deep Dark Chambers" oder "The Eerie Cold" heran. Gut ist das neue Werk trotzdem. Vergleichbar ist der Neuling mit ebengenannten Werken jedoch nur bedingt. So ist von suizidalem Schwarzstahl nur noch noch am Rande zu reden. Vielmehr sind akustische Passagen, progressive Anleihen und nicht zu letzt klassische Heavy Metal Sequenzen viel prägender geworden. Mittlerweile sind Wanderungen in die Rockregionen, sauberer Gesang und verträumte Depressionsmelodien im Stile Nocte Obducta's an der Tagesordnung. Epischer Doom und Heavy Metal haben den Black Metal verdrängt. Nur "Vilja & Dröm" ist zumindest dem altbekannten Black ’n’ Roll gewidmet. Minutenlange Blastbeats sucht man vergeblich.

Vielen Traditionalisten ist die Geschichte ganz sicher zu lasch. Von der aktiven Suizidalkraft ist nicht mehr viel übrig. Vielmehr verleitet "Everyone, Everything, Everywhere, Ends" dazu, in sich zu kehren und der Melancholie zu frönen. Der Beckenrandschwimmer macht also immer noch packende Musik, wird allerdings alt und ruhig.




Tracklist:


1. Den Påtvingade Tvåsamheten
2. Vilja & Dröm
3. Framtidsutsikter
4. Människotankens Vägglösa Rum
5. Inga Broar Kvar Att Bränna
6. Besök Från I(ho)nom

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