Taake - Stridens Hus (2015)

TaakeStil: Black Metal

Label: Dark Essence Records

Punkte: 10/13

Spielzeit: 43:34

Sein neues Album "Stridens Hus", also "Schlachthaus" zu betiteln, ist erst einmal ein Statement. Nun bringt man mit Taake vieles in Verbindung - Entschuldigungsinterviews mit Katzen, Mut zu Experimenten und genreunüblichen Instrumenten, geniale Scheiben wie "Hordalands Doedskvad" oder "Noregs Vaapen", aber... ein Schlachthaus? Ernsthaft? Nun gut, sei es wie es sei: wer mit Instrumenten experimentiert, braucht damit bei Namen nicht zu zögern. Also mal hören, ob es denn auch wie im Schlachthaus zugeht: wir erwarten donnernde Blastbeats, extrem fiese Riffs, blutende Lautsprecher...

...und stellen fest, dass zumindest die Blastbeats bleiben. Der Rest ist dann wie gewohnt Taake: abwechlsungsreiche, flinke Riffs, denen man Hoests Handschrift deutlich anhört, der markante Gesang (der sich auch vor "ho-ho-ho"-Chören nicht scheut und ganz nebenbei gesagt, auch schön unkitschig hinkriegt) und eine durckvolle, authentische Produktion. Nein, hier ist absolut gar nichts untypisch, "Stridens Hus" ist 100% Taake. Wie immer ist die Stimmung des Albums schwer zu beschreiben: ist das schon fast fröhlich? Beschwingt? Angriffslustig? Treibend? Teilweise doch unter der Oberfläche melancholisch? Irgendwie eine Mixtur aus allem.
Was mir leider im Vergleich zu Meisterwerken wie den bereits erwähnten "Hordalands..." und "Noregs..." fehlt, sind die Momente, die das ganze Album überstrahlen. Klar gibt es äusserst lässig klingende Soli im Mittelteil "Orm" oder Parts, die fast DIE Genialität erreichen, die ich meine (besonders im Instrumental "En sang til sand om ildebrann") - aber eben nur fast. Es ist dann letztlich doch kein Banjo...

Man verstehe mich nicht falsch - "Stridens Hus" ist ein klasse Album, das nur leider nicht so hervorragend ist wie so einige seiner Vorgänger. Viele andere Bands schaffen eine solche Qualität ihre gesamte Schaffenszeit nicht. Trotzdem bleibt eine kleine Enttäuschung, das hier irgendwas fehlt. Taake-Freunde sollten sich die Scheibe trotzdem gönnen und alle anderen können auch ein Ohr riskieren. Nur was das ganze mit einem "Schlachthaus" zu tun hat, mag sich mir noch nicht ganz erschliessen.




Tracklist:


01. Gamle Norig
02. Orm
03. Det fins en prins
04. Stank
05. En sang til sand om ildebrann
06. Kongsgaard bestaar
07. Vinger


Bandkontakt:


http://taake.svartekunst.no/

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