Selvans / Downfall of Nur - Split (2017)

Selvans / Downfall of NurStil: Atmospheric Black Metal

Label: Avantgarde Music

Punkte: 12/13

Spielzeit: 39:43

Diese Split ist anders ... Nicht nur weil ihr sensationelles Artwork sofort ins Auge springt und sich tief in die Netzhaut brennt. Sie ist obendrein ein Konzeptalbum und thematisiert die Dualität von Sonne und Mond. Als weitere Besonderheit haben Selvans und Downfall of Nur nicht nur je zwei Lieder eingespielt, nein, die beiden Combos haben die vier Stücke in gemeinsamer Arbeit entstehen lassen und aufgenommen.

Zum Argentinier Antonio Senna und seinem Projekt Downfall of Nur muss nicht viel gesagt werden. Sein erstes Langspielalbum "Umbras de Barbagia" aus dem Jahr 2015 wurde sehr gelobt, so dass es Freunden des atmosphärischen Schwarzmetall kaum entgangen sein dürfte. Das im gleichen Jahr erschienene erste Vollalbum "Lupercalia" seiner Genre-Kollegen Selvans hat dagegen nicht so viel Beachtung bekommen, obwohl ihr Werk dem des Argentiniers nicht nachsteht. Möge diese Split im Nebeneffekt dazu beitragen, dass das Interesse an Selvans Haruspex und Sethlans Fulguriator, dem Duo hinter Selvans, zunimmt.

Vogelzwitschern begleitet das Aufgehen der Sonne und Selvans leiten damit ihren Part ein. Das Verblassen der Sterne, das majestätische Steigen und die zunehmend spürbare Kraft des Feuerballs untermalen sie mit lebhaften und energischen Melodien, denen Flöten und Tastensinfonik immer wieder Idylle einhauchen. Nehmen Selvans das Tempo raus und rücken Glocken und Akustikgitarren ins Geschehen und wechseln zudem nicht nur zwischen Kreisch- und Klargesang, sondern setzen ihn synchron ein, dann leuchten und glänzen weitere Facetten im ohnehin farbigen Klangbild, das auch nicht überladen oder kitschig wirkt, wenn noch Sinfonik ins Spiel kommt. Zum Ausklang verleihen Flöten- und Tastenklänge den letzten Minuten eine träumerische Stimmung.

Downfall of Nur eröffnet mit Regengeräuschen und färbt die Stimmung dunkel und geheimnisvoll und baut rasch einen schwarzstählernen Melodiensturm auf. Sobald sich dieser erschöpft hat, übernimmt ambiente Sanftheit, ein Cello klagt, Flöten und weicher, leicht verhallter klarer Gesang, bekommen Raum. Nach und nach nimmt der Song Fahrt auf, gewinnt an Volumen, stürzt taumelnd in den nächsten Wirbel und vergeht in Donnergrollen, das im Outro weiterklingt und zusammen mit getragener Sinfonik die Platte melancholisch beendet.

Fazit: Dass sich Selvans und Downfall of Nur hier nicht nur ergänzen, sondern als künstlerische Einheit ein in sich so geschlossenes Werk geschaffen haben, macht die Split zusammen mit dem fantastischen Cover zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.




Tracklist:


01. Intro Sol (Selvans)
02. Pater Surgens (Selvans)
03. Mater Universi (Downfall of Nur)
04. Outro Luna (Downfall of Nur)


Bandkontakt:


http://www.templeofselvans.com/

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