Hearse - Armageddon, Mon Amour (2004)

HearseStil: Heavy / Death Metal

Label: Karmageddon Media

Punkte: 6/13

Spielzeit: 46:38

Leider nein. Hearse spielen zwar melodischen Elchtod und kommen auch brav aus Schweden, aber sie gehören definitiv nicht zu den Bands, die man unbedingt gehört haben muss. Mit Johan Liiva (Ex-Arch Enemy) ist freilich ein fähiger Kreischer am Start und auch den anderen Musikern kann man nicht unbedingt vorwerfen, dass sie das technische Handwerk nicht verstehen. Zwischendurch klingen die Melodien dann auch ganz ordentlich. Mehr noch: Es gibt sogar vereinzelt gute Songs wie das Sologetragene "Turncoat". Und doch: Der Funke springt nicht richtig zu mir über. Die sauber gespielten Melodielinien sind dafür eindeutig zu dominant und erinnern an Power Metal Gedudel. Dazu werden im ersten Teil der Scheibe immer wieder relativ schräge Ideen wie atonale Klänge oder progressive Laute eingesetzt, die letztlich nicht die beabsichtigte Wirkung erzielen. Es wird nicht Abwechslung, sondern störende Klänge, erzeugt. So mag mir beispielsweise das abgehackte "Corps Of Waste" gar nicht gefallen. Es fehlt ganz einfach an direkten Attacken und auch an Härte.

Natürlich trägt der (fast) ewig gleiche, mittelschnelle Trommelschlag auf dem Zweitling der Schweden auch nicht gerade zur Euphorie bezüglich der Scheibe bei. Erst die akustischen Gitarren beim Zwischenspiel "Sodi" bringen nach dem mässigen Kim Wilde Cover "Cambodia" wieder etwas Kontrast. Doch wird dadurch nur bedingt ein guter Abschluss der Scheibe eingeleitet. Denn obwohl die letzen drei Songs insgesamt weniger an quietschenden Gitarrensoli kranken und mit "Determination" und dem abschliessenden Titeltrack sogar noch zwei recht gute Stücke auf den Hörer warten, wird die Stimmung immer wieder zerstört. Sei es durch peinliche Keyboard-Frauengesang Kombinationen oder durch ein unnötiges und bereits überstrapaziertes Schöne-Beast Konzept. Auch der glanzlose Versuch, wie Entombed zu klingen, scheitert.

Obwohl "Armageddon, Mon Amour" leicht härter als das Debüt der Schweden ausgefallen ist, hat es eindeutig zu viele saubere, hoch gespielte Gitarren und frickelige Dudelklänge, die nicht zur dumpfen Produktion passen. Nur ein paar Momente - insbesondere Teile der letzten drei Songs - lassen wieder etwas auf die nächste Veröffentlichung hoffen.




Tracklist:


01. Mountain of the solar eclipse
02. Turncoat
03. Crops of waste
04. In love and war
05. Tickets to Devastation
06. Tools
07. Cambodia
08. Sodi
09. Play without rules
10. Determination
11. Armageddon mon amour


Bandkontakt:


hearse_sucks@hotmail.com
http://www.hearse.se/

Ähnliche Bands

NonexistDemons of DirtMoaning WindCyphoriaEternal Autumn

Kommentar schreiben


Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.
Bist du noch nicht registriert? Du kannst dich hier gratis registrieren.

Weiteres von Hearse

Kritik: Hearse - Cambodia

Kritik: Hearse - Single Ticket To Paradise

noch mehr...!

Netzwerke


Nutzerwertung

Bitte loggen Sie sich ein, um abzustimmen.

Es hat noch niemand abgestimmt.

Verfasser

Autor
Morgenstern

Bookmark setzen

 @ to Google Bookmark  @ to bloglines  @ to newsgator  @ to digg  Bookmark @ del.icio.us  Bookmark @ Mister Wong  Bookmark @ isio.de  Bookmark @ reddit  Bookmark @ blinklist  Bookmark @ technorati  @ to blogmarks

Toolbox

Artikel Drucken Artikel Drucken
Artikel Kommentieren Kommentieren
Artikel zu Favoriten Zu Favoriten
>> Anmeldung nötig

Partner



© Schwermetall.ch