Necare - Ruin (2004)

NecareStil: Doom / Death Metal

Label: Firebox Records

Punkte: 11/13

Spielzeit: 60:25

Necare ist lateinisch und wird neh-ka-reh ausgesprochen. Es bedeutet soviel wie "vorsätzlich zu töten". Das Duo - die Kappelle besteht aus nur zwei Multiinstrumentalisten - wird von wenigen Sessions-Musikern unterstützt und stammt aus den Südstaaten, genauer aus Virginia. Wenn man nicht wüsste, dass die Zwei in den USA beheimatet sind, würde man es kaum glauben, ist mir doch seit geraumer Zeit keine neue Amiband mehr positiv aufgefallen, es sei denn, sie bestehe aus gestandenen Musikern. Das ist vielleicht auch der Grund warum sie bei dem finnischen Label Firebox Records unter die Fittiche gekommen sind. Die Zwei-Mann-Combo orientiert sich an der alten Peaceville-Doom-Schule und braucht sich von den grösseren Brüdern keinesfalls zu verstecken.

"Ruin" hat wirklich alles, was man von einem atavistischem Doom / Death-Album erwartet; was eigentlich auf den ersten Blick gar nicht so interessant ist, gibt es doch schon mehr als genug solche Bands. Doch beim genaueren anhören, des wundervoll und behutsam anrangiertes Debüts, wird man in den dunklen Strudel des Leides hineingezogen und der emotionelle Druck droht einen zu ersticken. Aber auch in dieser drückenden, schwarzen Atmosphäre findet man, welch Wunder, immer noch hübsche, verträumte Passagen und sanfte, traurige Melodien. Das obskure Duo kann auch anders, das wird spätestens beim Zwischenspiel "Canto XXXIV" klar. Langatmig, meist sperrig und nicht ganz so eingängig sind die meisten Stücke. Mehr als deutlich wird aufgezeigt, dass der Traum aus ist und die Endlichkeit der Hoffung wieder ins Bewusstsein tritt.

Akustische Gitarren und auch mal melodische Stromgitarren, mal heavy dann aber auch wieder dynamisch, paaren sich mit Violinen und epischen Keyboards. Gemächlich schleppend wird das Schlagzeugfell bearbeitet. Der schwerfällige und meist todesbleierne Grunz-Gesang - vereinzelt werden von den Stimmbändern auch klare Laute abgegeben - und lyrischer Sprechgesang verbreiten die romantische Botschaften von Verdammnis, Sterblichkeit und der Leere.
Mit "Desire (The Dawn & The Chrysalis)" ist ihnen sogar ein Übersong gelungen, nicht alle Stücke mögen natürlich dieses Niveau halten, aber wer verlangt das schon auf dem Erstlingswerk?

Nichts neues, nichts weltbewegendes, aber ein durchaus gelungenes Debüt. Trotz den grossen Brüdern kann Necare mit eigenständigem Stil und viel Liebe zum Detail überzeugen. Ein neuer, wenn auch düsterer Stern ist am Doom-Himmel aufgegangen.




Tracklist:


01. Stillborn Twilight
02. Rite Of Shrouds
03. Desire (The Dawn & The Chrysalis)
04. Canto XXXIV
05. Ruin
06. Celia
07. Gethsemane
08. Waters Of Quiet
09. Touching Eternity


Bandkontakt:


info@necare.net
http://www.necare.net

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