Cirith Gorgor - Firestorm Apocalypse (2004)

Cirith GorgorStil: Black Metal

Label: Ketzer Records

Punkte: 10/13

Spielzeit: 56:53

"Nicht schon wieder so ein typisches Black Metal-Intro", schiesst es mir durch den Kopf, als der Silberling von Cirith Gorgor in meiner Anlage rotiert. Doch was folgt erfreut mich dann umso mehr. Die Holländer bieten auf ihrer - immerhin schon sechsten - Veröffentlichung abwechslungsreichen, hasserfüllten, kalten Black Metal der alten Lehre.

Im Klartext also, alle Cradle oder Mystic Circle-Fans können die Scheibe gleich links liegen lassen. Wer aber auf eine Vollbedienung la Marduk oder Dark Funeral steht, ist hier richtig. Vor allem die Durchschlagskraft des Materials erinnert an letztgenannte Bands, und auch die klischeehaft satanische Ausrichtung des Images. Songtitel wie "the gates of hell" (eine 10-minütige herrlich böse Komposition) oder "eternal damnation" sprechen für sich. Wer jetzt meckert, dass dies alles nicht unbedingt neu ist und es schon genug Brutalo Combos im Black Metal Bereich gibt, hat nur teilweise recht. Sicherlich ist auch das hier gebotene von Cirith Gorgor nicht die Neuerfindung des Rades. Aber Stücke wie "arcane illusion" oder "fields of eternal glory" verdienen es wahrgenommen und gewürdigt zu werden. Gerade in "fields..." stellen die Musiker unter Beweis, dass sie es verstehen, prägnante Melodien in ihr Black Metal Inferno unterzubringen und ihren Stücken somit Tiefe zu verleihen. Überhaupt verströmen die Songs neben der genre-erforderlichen Aggression zugleich auch eine majestätische, pechschwarze Atmosphäre, die den Hörer mit einem erhabenen Gefühl zurücklässt.

An der Produktion gibt es auch nichts auszusetzen, anstatt dünnen Schrammelsounds donnert das Material glasklar und eiskalt aus den Boxen, wunderbar.

Zu meckern gibt es eigentlich immer was, so auch hier. Wie bereits erwähnt, ist "firestorm apocalypse" alles andere als revolutionär neu und permanentes auf-die-12-Gebolze birgt eben immer das Risiko eintönig zu werden. Es wäre besser gewesen ein oder zwei langsamere Nummern einzubauen. "Arcane illusion" war teilweise ein richtiger Ansatz, aber nur ein Ansatz und später eben doch wieder ein Song im Hochgeschwindigkeitstempo.

Trotz meiner (meist) gleichen Kritik ist Cirith Gorgor ein gutes Black Metal Album gelungen, welches in ersten Linie Puristen ansprechen wird. Ich bin jedenfalls zufrieden und freue mich auf weitere Veröffentlichungen. Immerhin lässt der letzte Songtitel Grosses erwarten: "the coming of a greater era".




Tracklist:


01. the gates of hell
02. degeneration of mankind
03. arcane illusion
04. prelude to the final holocaust
05. fields of eternal glory
06. perishing nights
07. eternal damnation
08. firestorm apocalypse-the coming of a greater era



Bandkontakt:


cirithgorgor@hotmail.com
http://www.cirithgorgor.tk

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