Heaven Shall Burn - Whatever It May Take (2002)

Heaven Shall BurnStil: Metalcore / melodic Death

Label: Lifeforce Records

Punkte: keine Wertung

Spielzeit: 48:30

Zugegebenermassen habe ich bei der Beurteilung des Lifeforce Labelsamplers vor einigen Monaten nicht gerade viel nette Worte über die Ostdeutschen von Heaven Shall Burn verloren. The Fire hiess der damalige Beitrag, und wenn ich mir nun die gesamte CD so anhöre, würde ich immer noch behaupten, dass dieser Titel mit dem restlichen Material des Albums nicht so ganz mithalten kann.

Nach fünf Veröffentlichungen in drei Jahren (!!) scheinen Heaven Shall Burn nun auch musikalisch richtig Gas geben zu wollen. Wie man der Biografie entnehmen kann, haben Heaven Shall Burn mal als Hardcore Band gestartet, sich anschliessend mehr in Richtung Metalcore entwickelt und nun den Death Metal für sich entdeckt - aber wie!

"Auf Whatever It May Take" wurde offensichtlich gnadenlos alles zusammengemischt, was Heaven Shall Burn während der letzten Jahre in die Finger geraten ist. Metal- und Hardcoregrooves, Death resp. melodic Death (letzterer ist sehr stark vertreten) sowie vereinzelte Blastparts treffen auf das äusserst aggressive Geschreie von Frontröhre Marcus und einen immens dichten Gitarrensound, der alles niederwuchtet, was ihm im Wege steht.

Durch die doch recht ausgeprägten melodic Death Passagen fühlen sich die im Gegensatz dazu stehenden, mörderischen Grooveelemente wie ein Schlag ins Gesicht an. Absehbar sind diese Wechsel allerdings nicht, denn ein Heaven Shall Burn Song kann von einer Sekunde zur anderen völlig umschlagen.

Wie gesagt: "Whatever It May Take" ist vor allem ein groovebetontes Album, gemacht von einer Band, die offensichtlich jegliche Scheuklappen abgelegt und sich nur einem Ziel verschrieben hat - dem Lospowern. Zwei Titel, die diese doch recht liberale Einstellung zu Genregrenzen aufzeigen, sind "The Few Upright" (hier fahren die Deutschen entgegen allen Erwartungen in der Mitte des Songs ein mächtiges Keyboardarrangement auf) respektive "Implore The Darken Sky", und zwar "The Classic Version", bei welchem das ursprüngliche Geschreie durch cleanen, sehr sanften Gesang ersetzt wurde. Sehr mutig - und sehr gelungen! Ein Titel übrigens, den man in beiden Versionen als Anspieltip empfehlen kann. Dem Gesamtbild von "Whatever It May Take" würden allerdings andere Songs eher gerecht werden, beispielsweise "The Worlds In Me", ein Track, der die gesamte Heaven Shall Burn Palette wiedergibt, aber auch "Naked Among Wolves", welcher die Band von ihrer etwas Death Metal-lastigeren Seite zeigt und gegen Ende fast schon ein wenig episch wirkt.

Die Stärke von "Whatever It May Take" liegt in der Kombination von Harmonie und erdrückender, aggressiver Intensität. Partyfeeling kommt bei Heaven Shall Burn nie auf, denn trotz der melodienreichen Gitarrenarbeit gleitet dieses Album niemals in "In Flames Judihui" ab - eine düstere Grundstimmung bleibt stets erhalten.




Tracklist:


01. Behind A Wall Of Silence
02. The Worlds In Me
03. The Martyrs' Blood
04. It Burns Within
05. Implore The Darker Sky
06. The Few Upright
07. Whatever It May Take
08. Ecowar
09. Naked Among Wolves
10. The Fire
11. Casa De Cabocio
12. Implore The Darken Sky (The Classic Version



Bandkontakt:


info@heavenshallburn.com
http://www.heavenshallburn.com/

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