Hetroertzen - A Crimson Terrible Vision (2004)

HetroertzenStil: Black Metal

Label: Trollberg / Rawforce

Punkte: 9/13

Spielzeit: 51:18

Ihre verheissungsvolle Kurzscheiblette vor etwas mehr als einem Jahr hatte richtig aufhorchen lassen: Da kamen sie ganz aus dem Süden dahergeschlichen und spielten nordischer, als so manche norwegische Schwarzwurzelkappelle. Die Chilenen wussten auf dem Debüt anno 2003 vor allem durch ihre frostig kalte Stimmung zu beeindrucken und ich habe damals schon geahnt, dass "Flying Across The Misty Gardens" nur schwer zu toppen sein würde. Zu ausgereift waren die Songs, zu durchdacht die Strukturen. Ist es den Südamerikanern mit ihrem Zweitling doch gelungen fast Unmögliches zu schaffen?

Nicht ganz. Wenngleich man sich zwischen den engen Genrepfeilern des rohen Schwarzmetalls nicht gross bewegt hat, ist "A Crimson Terrible Vision" anders. Es fehlt etwas an der Frische und den ausgereiften Strukturen. Was aber nach einigen Durchläufen klar durchschimmert ist die wiederum mächtige Atmosphäre. Schleifende Gitarren und blitzgeschwindes Schlagwerk sorgen für die nötige schwarzmetalltypische Frostigkeit. Dazu hält Hetroertzen noch einige Überraschungen bereit: Durch einen deutschen Text und vermehrte technische Spielereien oder hohe Gitarren wirkt das Album erwachsener, aber im Gegenzug auch weniger eingängig und vielschichtiger. Das Werk von Askväder (Gitarren) und Kaeffel (Drum, Vocals, Bass, Gitarren) ist eindeutig komplexer und braucht so die eine oder andere Ehrenrunde im CD-Spieler, um sich voll zu entfalten. Aber auch nach ergiebigem Hörgenuss kommt das Silberteil nicht ganz an das überragende Debüt heran, zu verworren oder schrill sind manche Stellen.

Zumal auch die Produktion gelegentlich Wünsche offen lässt - manchmal stören die Bassklänge - dürfte sich bei Hetroertzen-Neulingen zunächst ein Probehören anbieten. Wer aber wie ich schon vom Debüt begeistert war, dürfte leichteren Zugang zu "A Crimson Terrible Vision" finden und auch Freude an den atmosphärischen, aber etwas komplizierter gewordenen Klängen gewinnen. Alles in allem also immer noch ein weit überdurchschnittliches Werk, das aber nicht ganz an den Erstling herankommt.




Tracklist:


01. Engel der Pest
02. Secrets from Willow
03. Little Witch
04. Awake in the middle of a Nightmare
05. Filis Daemonium
06. Insidiis Diaboli
07. Darkening
08. In Regnum Maledictus Tuum
09. A Crimson Terrible Vision


Bandkontakt:


hetroertzen@hotmail.com
http://www.hetroertzen.tk

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