Toteninsel
Veröffentlichung September 2018
Format CD
Hinzugefügt am Sonntag, 23. September 2018
Genre Black Metal
Jahr September 2018
Label Lupus Lounge
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Toteninsel

Review

Wenn sich zwei gute zusammentun, gibt es einige Fallstricke. Verderben zu viele Köche den Brei? Passen die beiden kulturell und inhaltlich zusammen? Sind Split-Alben nicht sowieso nur für die ganz versessenen Sammler? Insbesondere wenn Farsot, ein zehnjähriges Stück noch einmal aufbereitet und das dann mit ColdWorld zu vier Stücken ausdehnt, ist absolute Vorsicht geboten.

Dass man sich dann auch noch beim Albumtitel vergreift und ein Bild von Bröcklin, das eigentlich «Gräberinsel» heisst, mit «Toteninsel» benennt, ist ein erstes Indiz für reduzierte Sorgsamkeit. Damit ist aber für den geneigten Nörgler auch schon Schluss mit der gesuchten Angriffsfläche. Denn der Post gefärbte Black Metal von Farsot passt wunderbar mit den Ambient-Ideen von ColdWorld zusammen, wenngleich diese sehr im Hintergrund bleiben. Dass gemeinsam an den Stücken gearbeitet wurde, ergibt ein für eine Split-Veröffentlichung untypisch gelungenes Gesamtbild. So hat Georg Börner Ideen für die Stücke Farsots geliefert, währendem die beiden Wasser-Stücke hautsächlich von ColdWorld mit Ergänzungen von Farsots Muse eingespielt wurden. So macht es auch keinen Sinn, die Qualität der Interpreten zu vergleichen, ist doch die Hochwertigkeit bei allen vier Stücken inhärent.

Farsot und ColdWorld schreiten doch sehr gemächlich vor und über längere Strecken bleibe beide akustisch im Stile von Nocte Obductas «Nektar». Nur zwischendurch dringen die Mannen in grimmigere Gefilde vor. Dadurch entstehend aber sowohl bei den Wasser- als auch bei den Erdelementen sinnige Kontraste, die zu gefallen wissen.

Trotz der schlechten Vorzeichen ist damit den befreundeten Formationen ein lohnenswertes Stück Musik gelungen.
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