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Graf von Hindenloch
Engel



Alter: 40
Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 29717
Wohnort: Hinderstap

BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 15:00

Dr.Gonzo hat Folgendes geschrieben:
*Sagt nichts, lacht dann einfach doppelt so hart, wenn des Grafen Arbeitsplatz "wegautomatisiert" wird und sagenhafte Effizienzsteigerungen von über 500% raus schauen*


Irgendwie checkst du nicht mal, was Bimpa und ich hier sagen...

Wenn jmd "wegautomatisiert" wird hat das nichts mit Intelligenz zu tun. Sondern eben mit Automaten. Maschinen. Und die sind weder intelligent noch lebendig, darum geht es hier...

Und wie Bimpa schon gesagt hat: dass Maschinen/Automaten für eine exakt ausdefinierte Aufgabe schneller und effizienter als Menschen sind, ist nichts Neues...

Melde dich wieder, wenn du begriffen gast worüber wir eigtl. diskutieren...
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Embalmed
Bischof



Alter: 28
Anmeldungsdatum: 27.11.2010
Beiträge: 546
Wohnort: Elfenbeinturm

BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 17:37

Graf von Hindenloch hat Folgendes geschrieben:
Dr.Gonzo hat Folgendes geschrieben:
*Sagt nichts, lacht dann einfach doppelt so hart, wenn des Grafen Arbeitsplatz "wegautomatisiert" wird und sagenhafte Effizienzsteigerungen von über 500% raus schauen*


Irgendwie checkst du nicht mal, was Bimpa und ich hier sagen...



Melde dich wieder, wenn du begriffen gast worüber wir eigtl. diskutieren...


Gonzen:

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Dr.Gonzo
Heiliger



Alter: 23
Anmeldungsdatum: 14.11.2012
Beiträge: 5201
Wohnort: Bischofsheim

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 08:32

Lachen Lachen Lachen Lachen


Ich verstehe sehr wohl, was Imp mir mitteilen möchte und ich stimme ihm im Grossen und Ganzen auch zu. Die Frage ist, hast du verstanden, wie heutzutage Automatisiert wird? Es geht hier mehr um eine Definitionsfrage.

AI = Automatisiertes "intelligentes" Verhalten. Wobei die Definition von intelligent in diesem Fall keines Wegs mit der "menschlichen Intelligenz" gleichzusetzen ist, weshalb das ganze ja auch "künstliche Intelligenz" genannt wird. (Künstlicher Käse ist ja auch =/= Käse)
Automat = Eine Maschine, die vorbestimmte Abläufe selbsttätig ausführt.

Jetzt sag du mir, rein Hypothetisch, bräuchte es, um deine täglichen Berufstätigkeit durch eine Maschine zu ersetzten eine AI-Automation, oder würde "starrer" Code, ein einfacher Automat, da ausreichen?

Oder anders: Automatisierung geht heutzutage Hand in Hand mit künstlicher Intelligenz, da Ersteres bereits in der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts Fuss zu fassen begann. Künstliche Intelligenz jedoch in diesem Maststab, den ich meine, existiert seit drei, vielleicht vier Jahren. Wozu sollten wir heutzutage noch Automaten brauchen, wenn nicht zum ersetzten von semikomplexen, menschlicher Arbeiten, welche wiederum eine gewisse Intelligent oder anpassungsfähig benötigen?

Zur Sicherheit nehmen wir nun noch dieses Beispiel heran:

Hätte der Musikalische Müll dieser Mongos den Weg durch einen Automaten gemacht, so wäre das ganze einem starren, vorbestimmten Ablauf gefolgt und wir hätten als Ergebnis zum Beispiel die Datenform vom *.WAV zu *.MP3 geändert oder meinetwegen die Vox gemuted, oder was weiss ich. Dies ist ein starrer und immer gleicher Prozess. Nun wurden diese bereits ziemlich billige Machwerk aber durch einen AI-Mechanismus gezwängt. Das Resultat ist ein dem menschlichen Verhalten nachempfundenes "neues" und variables musikalisches Konstrukt welches auf dem ihm gegebenen Input Basiert.

Nun wollen wir diese drecks Band "Wegautomatisieren" welchen der beiden Varianten ist nun die bessere?

Die "Wegautomatisierung" ist das, was bereits vollzogen ist: 20 Fliessbandarbeiter werden durch eine Maschine ersetzt. Alle niederen Arbeiten wurden bereits Automatisiert. Nun hält man halt einfach noch an dem Begriff fest, aber "Weg ge-KIt" kling schliesslich auch beschissen. Aber, wie im ersten Beispiel, geht es nun darum "Mittelschichtarbeiten" zu Automatisieren und da diese nicht aus fix vorgegebenen immer gleichen Abläufen bestehen, wäre es hier sehr wohl nötig einen Code zu Implementieren, bei dem man von Künstlicher Intelligenz sprechen kann, obschon wir zugleich immer noch von Automatisierung sprechen. Natürlich sind dem ganzen Grenzen gesetzt, aber das ist "neu." Wenn man die nicht exakt vordefinierte Arbeit eines bsp. Callcenter Mitarbeiters automatisieren will. Dies setzt eine künstliche Intelligenz beinahe voraus, da, wie ich bereits sagte, zum Beispiel Sprachsynthese nötig wäre, also die künstliche Erzeugung der menschlichen Sprechstimme und umgekehrt die Konvertierung und Interpretation von menschlichem, gesprochenem Input nötig wäre, um dieses Feld vollständig abzudecken.
Nun müssen aber auch die Entscheidungen, die der Mensch aufgrund des Inputs getroffen hätte auch noch simuliert werden. Ausserdem muss diese Maschinerie in der Lage sein, sich selbst Lösungswege beizubringen. Ersteres ist leicht gemacht, da heutige Firmen, bei denen die Automatisierung solcher komplexeren Aufgaben in frage kämen, meistens über vordefinierte Prozesse verfügt. Diese nun in Maschinen Code umzuschreiben, ober gar einen Code zu schreiben, der diesen Arbeitsschritt automatisiert ist relativ einfach. Schwieriger wird es bei letzterem, aber es ist durchaus möglich.

Ich habe solche Beispiele, also Low-level-Troubleshooting, anhand von Text inputs in Aktion gesehen und wie bereits erwähnt, erfordert dies aus meiner Sicht durchaus eine Art von "künstlicher Intelligenz." Heutzutage wirst du nirgendwo mehr einen Automatismus auffinden, der nicht mindestens einen Aspekt von dem aufweisen, wobei man in der Informatik/Technik von "künstlicher Intelligenz" spricht.

Das Produkt Amelia beispielsweise verfügt über Sprachfähigkeiten, was dann auch meine einzige Widerrede zu Imps Post ist. Ich ziehe dies hier heran, weil ich eben dieses Produkt in Aktion gesehen habe.
Ähnliches gilt auch für Produkte wie IBMs Watson, welches in China gerade dabei ist Sacharbeiter zu ersetzten.
Zumindest ersteres kann sowohl komplexere, abstraktere Aussagen tätigen, wie auch verarbeiten, also verstehen. Wenn man diesem System einen Wiki Artikel als Input gibt, so kann es, beinahe wie ein Mensch, beinahe so viele Schlüsse aus diesen Informationen ziehen und diese eben so mit einer menschlicher Sprechstimme vortragen. Das Gleiche gilt, je nach Definition von Sprachfähigkeit, auch für die im von mir gequoteten Artikeln erwähnten KI-Maschienen. Wobei hier sogar einen neue Sprache entstand. Auch wenn es nicht, wie im klassischen Sinne eine Lautsprache ist, sondern ein eigenständiger, neuer und weiterentwickelter Weg Daten auszutauschen. Wieder Definitionsfrage...
Das selbe gilt auch für "Rechenaufgabe".

Mir ist schon klar, dass man mit einer Maschine niemals dem Menschlichen verstand, Geist, o.ä. nahe kommt, zumindest nicht in absehbarer Zukunft. Dennoch finde ich die Technische Entwicklung auf diesem Gebiet sehr interessant und bin durchaus in der Lage zwischen einem Automatismus und einem KI-System, welches heutzutage aber fast ausschliesslich zum automatisieren menschlicher Arbeiten eingesetzt wird, zu unterscheiden.

Ich freue mich bereits auf das erste BM-Virtuel reality Programm und die anschlissende Diskussion über den Unterschied von virtual reality und augmented reality...


Ps. Das mit der Effizienzsteigerung sollte lediglich eine Anspielung auf deine Ineffizient auf Grund von atemberaubenden Chat Sessionen und Forumskommentaren sein.

*Sitzt gerade heftigst im Glashaus, hat sicherlich 20 Minuten gebraucht um sich so einen scheiss aus den verklebten Gehirnwindungen zu saugen.*
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Imperial Warcry
Halbgott
Halbgott



Alter: 37
Anmeldungsdatum: 13.10.2009
Beiträge: 9184

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 10:23

Du hättest lieber mal den Wikipedia-Artikel gelesen den ich gelinkt habe anstatt wieder mit Technik zu kommen, aber egal.

Nochmals: Der Sprachakt lässt sich nicht vollständig quantifizieren, da würden dir eine Wagenladung an Kommunikations- und Sprachtheorien widersprechen. Ja, wir können sowas wie Siri bauen, so Sachen gabs schon auf dem C64. Doch das Problem ist folgendermassen: Sprache ist ja nicht nur eine Folge von Sätzen und Aussagen, sondern von sehr vielen anderen Faktoren abhängig: Beziehung der Sprecher zueinander, Kontext, nonverbale Äusserungen, Emotionen usw. Ein Compi schnallt bspw. nicht, wenn man LANGWEILT oder wenn das Gegenüber angepisst ist. Es schnallt auch nicht wenn jemand aus Frust das Thema wechselt, linguistisch ein völlig irrationaler Move. Oder wenn der Empfänger mit einem blöden Witz reagiert. Überhaupt Humor, der ja aus dem Zusammenspiel der beiden Hirnhälften entsteht und sehr viel mit Schadenfreude und unerwarteten Situationen zu tun hat, impossible to learn. Der Compi schnallt auch nicht, wenn ER langweilt, was ein Mensch u.U. würde und somit sein Verhalten anpassen würde.
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Dr.Gonzo
Heiliger



Alter: 23
Anmeldungsdatum: 14.11.2012
Beiträge: 5201
Wohnort: Bischofsheim

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 11:50

Ja, das werde ich, sobald ich Zeit finde noch nachholen.

Aber auch da, wirst du von mir keine Widerrede hören, Imp. Ich verstehe, was du meinst und mir ist Klar, dass solche Dinge, wie die menschliche Sprache und Interaktion niemals komplett, zu 100% "nach gebaut" werden können.

Aber nochmals, auch wenn es dich wohl nicht sonderlich interessiert, da ich nun erneut mit der Technik anfange: Es gibt heutzutage durchaus Maschinerien, die anhand z.b. der Stimmlage, der Sprechgeschwindigkeit und vielen weiteren Fakroten ein Emotions-Profil von einem erstellen, in Echtzeit. Und auf einen aggressiven, oder gelangweilten Menschen dann entsprechend reagieren. Mir ist schon klar, dass man mit diesen Mechanismen nicht einmal annähernd in den Bereich der (sensitiven) Wahrnehmung eines Menschen kommt. Nichts desto trotz werden Anstrengungen unternommen eben genau dies einer AI-Beizubringen:

IPsoft hat Folgendes geschrieben:
"Capable of analysing natural language, she understands context, applies logic, learns, resolves problems and even senses emotions."


Und das finde ich höchst interessant, auch wenn diese "Kopie" noch Lichtjahr-Millionen vom Vorbild entfernt ist und vermutlich niemals dessen Status erreichen wird.
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Graf von Hindenloch
Engel



Alter: 40
Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 29717
Wohnort: Hinderstap

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 11:54

Es geht nicht darum... es geht darum, dass der Begriff künstliche Intelligenz schlicht falsch und irreführend ist... Weil die meisten Leute dabei an etwas denken, dass ein Eigenleben hat... Nur darum... Mehr wollte ich gar nie sagen... Bimpa wahrscheinlich auch nicht...

(gibt es nun aber auf)
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Dr.Gonzo
Heiliger



Alter: 23
Anmeldungsdatum: 14.11.2012
Beiträge: 5201
Wohnort: Bischofsheim

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 12:06

Das ist schön und richtig, ich habe mich auch nur zu solcherlei Ausführungen und Exkursionen hinreissen lassen, weil ich deinen Vorpost eben als Unterstellung auffasste, dass ich eben genau diesen Punkt nicht verstehen würde. Eure Massage ist aber angekommen und trifft auf zustimmung. Was du bereits im 2. Abschnitt meines Postens hättest nachlesen können:

Gunzorr hat Folgendes geschrieben:
Wobei die Definition von intelligent in diesem Fall keines Wegs mit der "menschlichen Intelligenz" gleichzusetzen ist, weshalb das Ganze ja auch "künstliche Intelligenz" genannt wird. (Künstlicher Käse ist ja auch =/= Käse)


Aber das ist ja eigentlich auch schon zu viel off-Topic.
Darum schlage ich vor, dass wir zum Kern des Themas zurückkehren. Und somit versuche ich, mit folgenden Kommentar, diesen Faden wider in die richtige Bahn zu lenken:
"Da'sch Huere beschissinigi "Musig""
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Graf von Hindenloch
Engel



Alter: 40
Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 29717
Wohnort: Hinderstap

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 12:19

Ja, diskutieren wir das lieber mal beim Biertrinken...

Hauptsache du bist rechtsradikal, für Trump und gegen Moslems...
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Dr.Gonzo
Heiliger



Alter: 23
Anmeldungsdatum: 14.11.2012
Beiträge: 5201
Wohnort: Bischofsheim

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 12:31

Sehr gut. Sehr glücklich
Da bin ich auch dafür und letzteres ist sowieso der Fall!
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