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Der Theurg
Papst



Alter: 43
Anmeldungsdatum: 04.10.2007
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BeitragVerfasst am: 08.02.2018, 13:24

"Die geheimnisvollste aller Erzählungen berichtet uns, dass der Schöpfer als Ganzes sich in den überirdischen Ordnungen abbildet, denn dort gibt es eine Welt der Sonne und grenzenloses Licht, wie die Chaldäischen Orakel sagen."

Proklos


"Wenn du viele Anrufungen durchführst, wirst du sehen, dass alle Dinge im Dunkel versinken; und dann, wenn der hochgewölbte Bogen des Himmels nicht mehr sichtbar ist, wenn die Sterne erloschen sind und die Lampe des Mondes sich verschleiert, dann wird die Erde erbeben, und um dich herum wirst du die blitzenden Flammen sehen und alle Dinge werden unter Donner erscheinen."

Michael Psellos / Georgios Gemistos Plethon
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Der Theurg
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Alter: 43
Anmeldungsdatum: 04.10.2007
Beiträge: 3719
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BeitragVerfasst am: 12.02.2018, 17:28

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"Die Quelle der Göttin Hékate bezeichnen einige auch als Quelle der Väter."

Proklos


"Erforsche den Fluss deiner Seele, woher oder aus welcher Ordnung du herabgestiegen bist; damit du, auch wenn du inzwischen zu einem Sklaven des Leibes geworden bist, wieder zu jener Ordnung aufsteigen magst, aus welcher du stammst, um deine Taten dem heiligen Geist darzubringen."

Michael Psellos


"Du wirst es nicht so erkennen, wie du irgendein gewöhnliches Ding erkennst."

Damascius
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Der Theurg
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Alter: 43
Anmeldungsdatum: 04.10.2007
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BeitragVerfasst am: 14.02.2018, 20:28

Auszüge aus "Elemente der Theologie" / "Grundkurs über Einheit" des letzten grossen heidnischen Philosophen und Theurgen der Antike, nämlich Proklos (412-485 n. Chr.), der fast ein halbes Jahrhundert lang als Vorsteher der Akademie Platons in Athen wirkte (Im Originaltext wird jede einzelne These im Anschluss genauer erörtert.):


"1. Alle Vielheit findet sich in irgendeiner Weise in dem EINEN.
2. Alles, was sich im EINEN findet, ist sowohl Eines als auch Nichteines.
3. Alles, was Eines wird, wird durch sein Sichfinden in dem EINEN Eines.

4. Alles Geeinte ist ein anderes als das EINE selbst.
5. Alle Vielheit folgt als Zweites dem EINEN.
6. Alle Vielheit besteht entweder aus Geeinten oder aus Einsheiten.

7. Alles, was anderes hervorbringt,
übertrifft das Eigenwesen des Hervorgebrachten.

8. Höher als alles wie auch immer am Guten Teilhabende steht das primär Gute,
das heisst das, was nichts anderes ist als gut.


209. Der spirituelle Körper jeder partikulären Seele steigt herab, indem er materielle Umkleidung anlegt, und er steigt auf mit der Seele durch Ablegen alles Materiellen und durch Zurückkehren zu seiner eigenen Form analog der Seele, deren Instrument er ist; denn die Seele steigt herab durch die Aufnahme irrationaler Lebensprinzipien, und sie steigt auf, indem sie alle Fähigkeiten der Erzeugung temporaler Prozesse abschüttelt, mit denen sie bei ihrem Abstieg umkleidet war, und indem sie rein wird und ledig von allen solchen Fähigkeiten, wie sie zum Prozess des Werdens gebraucht werden."
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Der Theurg
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BeitragVerfasst am: 19.02.2018, 15:38

Der heidnische Universalgelehrte Porphyrios, der ein profunder Kenner aller Religionen und Mysterienkulte war, berichtet über einen schwarzmagischen Angriff auf seinen berühmten Lehrer, den neuplatonischen Philosophen und Mystiker Plotin (um 205-270 n. Chr.), während dessen Lehrtätigkeit in Rom (wo sogar Kaiser Gallienus einer seiner Schüler war):

"Unter denen dagegen, die sich anmassten, Jünger der Philosophie zu sein, war einer namens Olympios aus Alexandria, kurze Zeit war er Schüler des Ammonios gewesen; der brachte ihm (Plotinos) aus Ehrsucht Missgunst entgegen. Dieser Mann ging in seinen Nachstellungen so weit, dass er versuchte, durch magische Praktiken schädigende Wirkung der Gestirne auf ihn zu lenken. Als er aber bemerken musste, dass der magische Anschlag sich auf ihn selbst zurückwandte, sagte er zu einem Bekannten, die seelische Kraft des Plotinos sei gewaltig; er sei imstande, die gegen ihn gerichteten magischen Angriffe auf die zurückzuwerfen, die ihn schädigen wollten.
Plotinos seinerseits spürte das Unterfangen des Olympios; er erzählte, sein Leib habe sich damals zusammengezogen wie ein "Geldbeutel" beim Zumachen, so hätten sich ihm die Gliedmassen zusammengepresst. Olympios lief aber immer wieder Gefahr, eher selber Schaden zu leiden, als dem Plotinos etwas anzuhaben; so gab er's schliesslich auf."

Porphyrios fährt fort:

"Plotinos hatte nämlich von Geburt an etwas Besonderes vor allen anderen. Einmal kam ein ägyptischer Priester nach Rom und wurde durch Vermittlung eines Freundes mit ihm bekannt; der wollte eine Probe seines Könnens ablegen und bot sich dem Plotinos an, den ihm beiwohnenden eigenen Daimon (Schutzengel) durch Beschwörung sichtbar zu machen. Dieser fand sich gern bereit, und die Beschwörung fand im Isis-Tempel statt; denn das war, wie der Ägypter sagte, der einzige "reine" Ort, den er in Rom finden konnte. Als nun der Daimon beschworen wurde sich von Angesicht zu zeigen, da sei eine Gottheit erschienen, die nicht zur Klasse der Daimonen gehörte. Da habe der Ägypter ausgerufen: "Hochselig bist du, der du eine Gottheit als Daimon beiwohnen hast und keinen Daimon der niederen Klasse!"

(Porphyr, Über Plotins Leben und über die Ordnung seiner Schriften, 53-58 )
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BeitragVerfasst am: 30.04.2018, 14:41

"Wer sich selbst erkennt, erkennt alle Dinge in sich."
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