Burgruine Alt Wülflingen, ZH, 2018

Hoch über dem Totentäli nahe Winterthurs thront die Ruine Alt Wülflingen. Der neulich erneut restaurierte Bergfried ragt 18 Meter über den Hügel hinaus und erbietet einen genussvollen Ausblick über Winterthur, die Töss und bis hin zu den Alpen.

Wülflingen war bereits im ersten Jahrtausend durch eine alemannische Grafschaft bekannt. Wann der Bergfried errichtet wurde, ist jedoch ungeklärt. Sicher ist, dass die Burg Alt Wülflingen bereits im 11. Jahrhundert bestanden haben muss. Davor soll eine wenig ausgebaute Fluchtburg auf dem Hügel gestanden haben. Besitzer waren später unter anderem die Grafen von Habsburg und die Grafen von Kyburg, welche auch den heute noch erhaltenen Bergfried erbauten. Die restlichen Teile der Burg sind jetzt nur noch schemenhaft zu erkennen oder gänzlich verschwunden.

Erst vor wenigen Tagen wurde der Aussichtsturm wiedereröffnet. Es führen 76 Treppenstufen zur Turmspitze, wo sich eine tolle Aussicht ausbreitet.

Lage und Anfahrt

Die Burg ist zu Fuss von der Wespi-Mühle nahe der Tössbrücke von Winterthur Richtung Brütten zu erreichen. Ein steiler Wanderweg führt über einige Treppen bis hoch zur Burg. Der Wanderweg durchquert in mehreren Kilometern ein hübsches Naturschutzgebiet mit einigen Weihern und lädt zum weitermarschieren oder verweilen ein. Der Name des Totentäli leitet sich von "Totem Fluss", Totem Wasser", "liegendem Wasser" ab, weil nach dem Rückzug des Rheingletschers ein Trockental blieb. Vielleicht entstand der Name aber auch von der Grabesstille her, die diese Naturoase zwischen Ebnet und Chomberg prägt. Die in den 1970er-Jahren erneuerten Weiher beherbergen nach wie vor eine vielfältige Flora und Fauna




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